Die EU-Abgeordneten des Ausschusses für den Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO) des Europäischen Parlaments haben gestern für die Annahme einer Reihe neuer Normen für die Verkehrssicherheit gestimmt. Die Änderungen wurden im Mai letzten Jahres von der Europäischen Kommission vorgeschlagen. Die neuen Anforderungen sollen die Verkehrssicherheit in den Ländern der Europäischen Union verbessern.

Der Hauptausschuss des EP hat gestern grünes Licht für eine Reihe neuer verbindlicher Standards gegeben. Der Europäische Rat für Verkehrssicherheit (ETSC) hat das Abstimmungsergebnis begrüßt , warnt jedoch davor, dass vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai Zeit für eine finale Einigung über die neuen Rechtsvorschriften fehlen kann.

Neue obligatorische Fahrzeugausstattung

Die gestern von IMCO genehmigten Maßnahmen umfassen neue Anforderungen für Crashtests und die obligatorische Installation von Fahrerassistenzsystemen, darunter:

– Notbremsassistenten (AEB) mit Erkennung von Fußgängern und Radfahrern

– intelligente Geschwindigkeitsregelanlage (ISA, sogenannte intelligente Geschwindigkeitsregelung).

Das ISA-System verwendet Informationen des GPS-Senders und spezielle Sensoren, um Straßenschilder entlang der Route erkennen zu können.Wenn der Fahrer an einem bestimmten Ort zu schnell fährt, als von den Vorschriften vorgesehen, wird er vom Bordcomputer des Fahrzeugs gewarnt. Dies soll ihn dazu bringen, seine Geschwindigkeit zu reduzieren. Wenn die Meldung ignoriert wird, verringert der Tempomat die Geschwindigkeit des Fahrzeugs sukzessiv auf das von den Verkehrsvorschriften zugelassene Niveau. ISA löst nicht die Bremsen aus, sondern begrenzt die Motorleistung. Trotz ursprünglich anderer Pläne entschied der Ausschuss jetzt aber doch, das man das System abschalten werden kann.

Darüber hinaus bieten die angenommenen Vorschläge einen neuen Standard für die direkte Sichtbarkeit von LKW und Bussen. Zu den Anforderungen gehört auch die Installation von so genannten „Black Boxen”.Wie im Luftfahrtsektor werden sie dabei helfen, die Ursachen der Kollision zu ermitteln.

Diese Vorschriften sind ein wichtiger Schritt in Richtung Verkehrssicherheit in Europa und können ca. 25.000 Menschen ab Implementierung binnen 15 Jahren das Leben retten – sagte Antonio Avenoso, Exekutivdirektor des Europäischen Rates für Verkehrssicherheit.

Die neuen Anforderungen gelten nur für Neufahrzeuge.

Daher ist es äußerst wichtig, eine finale Vereinbarung so schnell wie möglich zu erzielen, damit die Herstellung von den mit den neuen Systemen ausgestatteten Fahrzeugen beginnen kann , fügte Avenoso hinzu.

Foto: Pixabay/Pexels

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil