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Zehn Jahre nachdem der Transportgigant RiCö Konkurs angemeldet hat, wird der damalige Geschäftsführer zum zweiten Mal ins Gefängnis kommen. Das Unternehmen hatte mehrere Tausend Mitarbeiter im Stich gelassen.

Der ehemalige stellvertretende Direktor, einer der bekanntesten Speditionen Deutschlands, muss wieder ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat seine Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Göttingen zurückgewiesen. Im Februar 2017 hatte das Gericht in Göttingen den RiCö-Chef wegen 24 Fällen von der Steuerhinterziehung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren Haft verurteilt – teilt der Portal NDR.de mit.

Wegen der Länge des Verfahrens, gelten jedoch zehn Monate der verhängten Strafe als bereits vollstreckt.

Steuerschaden von 17 Mio. EUR

Der Ex-Ricö-Geschäftsführer stand bereits 2009 vor Gericht. Er wurde damals wegen Steuerbetrugs zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Dabei habe es sich um Scheingeschäfte gehandelt, für die keine Vorsteuern abgezogen werden durften. Der Chef des Unternehmens hatte illegale Tricks verwendet, um Zahlungen von Steuern in Höhe von 17,2 Millionen Euro zu vermeiden. Er hatte auch gestanden, Leasinggesellschaften um einen Betrag von rund 400.000 EUR geschädigt zu haben.

Der Konkurs von RiCö hat viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen

RiCö war einst eine der größten Speditionen in Deutschland. Im März 2008 hat das Unternehmen Konkurs angemeldet. Zu der Zeit gab das Management zu, dass RiCö mehrere Millionen Schulden hatte.

So verloren ein paar tausende Angestellte ihren Arbeitsplatz. Die Nachricht vom Bankrott war ein Schock für sie. Einige von ihnen wurden in Spanien, Österreich und Ungarn, mit gesperrten Zahlungskarten zurückgelassen.

 

Wikimedia/Andrzej Karpiel GNU Free Documentation License

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