Obwohl das Landgericht München im Februar die erste LKW-Kartell-Klage von financialright claims GmbH erstinstanzlich abgewiesen hatte,  hat der Rechtsdienstleister am Freitag seine Schadenersatzklage um 270 Millionen Euro ausgeweitet.

Im Februar hat das Landgericht München die Sammelklage des Rechtsdienstleisters abgewiesen. Damit hat es sich überraschenderweise nicht der Rechtsauffassung des Bundesgerichtshofes in Bezug auf die Auslegung des Rechtsdienstleistungsgesetzes hinsichtlich der Zulässigkeit von LegalTech-Angeboten von Inkassounternehmen, wie financialright angeschlossen. Zudem ist das Landgericht München I mit seiner Entscheidung auch von der Ansicht der Landgerichte Braunschweig und Frankfurt abgewichen, welche die von der Financialright Schwestergesellschaft myRight gegen VW geführten Abtretungsmodelle bestätigt haben.

Jetzt hat der Rechtsdienstleiter seine Schadenersatzklage gegen das sogenannte LKW-Kartell um 270 Millionen Euro ausgeweitet. Der „Frankfurter Allgemeinen” zufolge  bündelt die Sammelklage die Ansprüche von 2900 Spediteuren und Logistikunternehmen für über 35.000 Nutzfahrzeuge.

In Spanien zugunsten der Kläger

Anders in Spanien, dort wurden die Gerichtsverfahren zugunsten der Speditionen und Logistikunternehmen entschieden. Die  Rede ist von zwei Prozessen, die im März vor den Gerichten in San Sebastián und Valencia stattfanden

Ausschlaggebend für das Gericht war ein von dem Vertreter der Transportbranche CCS Abogados vorgelegtes Gutachten, dem zufolge die Fahrzeuge durchschnittlich um 16,35 Prozent überbezahlt wurden.

Aus diesem Grund hat das Handelsgericht Nr. 1 in San Sebastián Renault Trucks SAS zur Zahlung von 221.000 Euro und das Handelsgericht Nr. 3 in Valencia Iveco  zur Zahlung von 44.500 Euro Schadenersatz verpflichtet.

Foto: Pixabay

 

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