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Hormus-Passage unter Druck: Frachter drehen ab und schalten AIS ab

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Nach einem iranischen Angriff auf ein Containerschiff und der anschließenden Ankündigung, die Straße von Hormus zu schließen, ist der kommerzielle Schiffsverkehr in der Region spürbar zurückgegangen. Iran erklärte zudem, es habe Warnschüsse auf zwei weitere Schiffe abgegeben, die die Passage passieren wollten. Seitdem meiden viele Reedereien das Nadelöhr oder agieren deutlich vorsichtiger.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Vollständig geschlossen ist die Meerenge bislang nicht: BBC Verify beobachtete am Montag noch einzelne Schiffe in Bewegung. Gleichzeitig drehten mehrere Einheiten ab oder stellten die Übermittlung ihrer Positionsdaten ein.

Wie aus Kpler-Daten hervorgeht, über die Reuters berichtete, passierten am Sonntag lediglich sechs Schiffe die Straße von Hormus – der niedrigste Tageswert seit fünf Wochen. LNG-Tanker wurden demnach am Wochenende nicht dabei registriert, wie sie in die Passage einfuhren.

Auslöser der jüngsten Zuspitzung war ein Angriff nahe Oman auf das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff GFS Galaxy. Dabei wurde der Maschinenraum beschädigt, es brach ein Feuer aus, und das Schiff war nicht mehr aus eigener Kraft manövrierfähig. Zehn indische Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden, eine Person gilt weiterhin als vermisst.

Iran begründete das Vorgehen damit, das Schiff habe eine nicht genehmigte Route genutzt. Die USA bezeichneten den Vorfall als Angriff der Islamischen Revolutionsgarde und reagierten nach eigenen Angaben mit Angriffen auf iranische Militärziele.

Weniger Verkehr, mehr Unsicherheit: Schiffe ändern Kurs oder werden unsichtbar

Aus Schiffsverfolgungsdaten, die BBC Verify ausgewertet hat, geht hervor: Die Wilmot und die Seafaith drehten zunächst ab, nahmen ihre Fahrt später jedoch wieder in Richtung Golf von Oman auf. Zwei weitere Schiffe – Evalovia und Aisana – hörten laut der Auswertung auf, ihre Positionen zu senden, nachdem sie offenbar Kurs aus der Meerenge heraus genommen hatten.

Die iranische Revolutionsgarde erklärte außerdem, sie habe auf zwei nicht näher benannte Schiffe Warnschüsse abgegeben und sie zum Anhalten gezwungen. Namen wurden nicht genannt; unabhängig bestätigt ist diese Darstellung bislang nicht.

Washington betont, dass eine Route nahe Oman weiterhin offen sei. Der Rückgang beim Transit zeigt jedoch, dass der kommerzielle Verkehr in der Praxis bereits deutlich beeinträchtigt ist – auch vor dem Hintergrund, dass Staus vor Containerhäfen die globale Schifffahrt zusätzlich belasten.

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