Der Containerkonzern Maersk und duisport haben vor, einen neuen Vertriebs- und Logistikzentrum in Duisburg zu eröffnen. Insgesamt soll Maersk eine über 100.000 Quadratmeter große Fläche auf logport VI übernehmen. Die Vertragsverhandlung hierzu befinde sich in der finalen Phase.

Auf dem knapp 43 Hektar großen Gelände, das über eine 500 Meter lange Kaimauer verfügt, entsteht ein trimodaler Logistikstandort der logport-Familie inklusive eines Containerterminals. Mit der Ansiedlung von Maersk und bisher akquirierten Investoren entstehen insgesamt über 600 Arbeitsplätze. Dies haben Maersk und duisport in einer gemeinsamen Pressemitteilung angekündigt.

Unsere Kunden brauchen mehr als die reine Transportdienstleistung von Hafen zu Hafen. Indem wir sie über die gesamte Transportkette von Tür zu Tür begleiten, schaffen wir für unsere Kunden echten Mehrwert und reduzieren für sie die Komplexität in ihren Supply Chains. Als globaler Integrator für Containerlogistik verfügt Maersk hierfür über die notwendigen Assets, das Know-how und langjährige Erfahrung. (…), sagt Jens-Ole Krenzien, Vice President North West Continent Region bei Maersk.

Als entscheidende Standortfaktoren werden hervorragende Infrastruktur und Anbindung an internationale Handelsrouten genannt:

logport VI ermöglicht langfristige und nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Das neue Containerterminal direkt am Rhein, die direkte Anbindung an intermodale Transportketten im europäischen Hinterland, genauso wie nach Asien, sind Pluspunkte im internationalen Wettbewerb. Die Ansiedlung von Maersk zeigt, dass am Logistik-Hub Duisburg für die Großen der Branche kein Weg vorbeiführt, sagt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.

Allem Anschein nach will Maersk mit der neuen Investition das Portfolio seiner bisherigen Dienstleistungen erweitern:

Wir sind sehr stolz auf dieses gemeinsame Projekt in Duisburg, das es uns ermöglichen wird, unseren Kunden im Herzen Europas umfassende und maßgeschneiderte Logistiklösungen anzubieten“, so Krenzien. „Der Standort wird als zusätzlicher Knotenpunkt in der Supply Chain unserer Kunden dienen. Das Engagement auf logport VI steht im Einklang mit unserer Strategie, weltweit integrierte Logistiklösungen für unsere Kunden zu ermöglichen (…).

So ein Schritt von Maersk könnte die Zuwendung der großen Schifffahrtsunternehmen zum Speditionsmarkt bestätigen. Davor warnte vor einigen Wochen Klaus-Michael Kühne, Ehrenvorsitzender und Mehrheitsaktionär von Kühne + Nagel,  in einem Interview mit nieuwsbladtransport.nl,:

Ich möchte betonen: Was Maersk und CMA CGM jetzt tun, ist ein Wendepunkt. Es kann zu Veränderungen in den Logistikstrukturen führen, und diese Entwicklung beschäftigt mich im Moment wirklich sehr.

Foto: duisport

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