Die große Koalition hat jüngst einen Gesetzentwurf vorgelegt, demnach schwere Lastwagen mit Gas-Antrieb bis 2023 von der LKW-Maut befreit sein sollten.

Im Jahr 2018 hat die Bundesregierung entschieden, dass CNG- und LNG-LKW mautfrei fahren können. Darüber hinaus wurde das „Förderprogramm für Energieeffiziente und/oder CO2-arme schwere Nutzfahrzeuge“  gelauncht. Beide Instrumente haben den Absatz der gasbetriebenen LKW sehr vorangetrieben haben, enden aber zum 31. Dezember dieses Jahres.

Ende April haben deshalb dena-LNG-Taskforce und verschiedene Transportverbände eine klare Entscheidung seitens der Bundesregierung zur Verlängerung der Mautbefreiung für LNG- und CNG betriebene LKW gefordert.

Die Treibhausgasemissionen von Nutzfahrzeugen sind in Deutschland seit 1990 um knapp 50 Prozent gestiegen. Der spezifische Energieverbrauch der LKW hat sich zwar deutlich verbessert, wird aber vom stark wachsenden Straßengüterverkehr überkompensiert. Da auch mittelfristig nicht von einem sinkenden Verkehrsaufkommen des Straßengüterverkehrs auszugehen ist, müssen in den nächsten Jahren deutlich mehr Lkw mit alternativen Antrieben und Kraftstoffen auf die Straßen kommen. Erdgas und vor allem Biomethan, in Form von CNG und LNG, sind derzeit verfügbare Alternativen für alle Anwendungsbereiche des Straßengüterverkehrs, um bereits heute Treibhausgas-Emissionen sowie Luftschadstoffe zu reduzieren, sagte Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.

Jetzt haben die Fraktionen von CDU/CSU und SPD auf diese Forderungen einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt, demnach die Mautbefreiung bis 2023 weiterlaufen sollte.Darüber hat Anfang der Woche die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Jetzt muss noch geprüft werden, ob der Entwurf mit EU-Regelungen konform ist.

Foto: Trans.INFO

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil