CargoBeamer / Lucas Bächler

Nach RoLa-Ende: Neue Güterzug-Verbindung stärkt Deutschland–Italien-Verkehr

Lesezeit 2 Min.

Mit einer neuen Bahnverbindung zwischen Süddeutschland und Norditalien erweitert der kombinierte Verkehr seine Kapazitäten über die Alpen. Im Fokus stehen erneut nicht-kranbare Sattelauflieger - ein Segment mit wachsender Nachfrage.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Der Intermodaldienstleister CargoBeamer hat eine neue Güterzugverbindung zwischen Stuttgart und Mailand gestartet. Die Relation verbindet das DUSS-Terminal Kornwestheim bei Stuttgart mit dem Terminal Malpensa Intermodale im Großraum Mailand.

Zum Start sind laut Unternehmen vier Rundläufe pro Woche geplant. Mittelfristig soll das Angebot auf fünf Umläufe ausgeweitet werden.

Nachfolge für Rollende Landstraße

Die neue Verbindung ist Teil eines größeren Umbaus im alpenquerenden Kombinierten Verkehr. Beide neuen Linien – darunter auch die bereits gestartete Relation Lüttich–Domodossola – wurden laut Unternehmen als Nachfolge der eingestellten Rollenden Landstraße zwischen Freiburg und Novara konzipiert.

Ein zentraler Fokus liegt dabei auf dem Transport nicht-kranbarer Sattelauflieger – also Einheiten, die nicht per Kran verladen werden können und bislang oft auf den Straßentransport angewiesen waren.

Damit reagiert der Markt auf eine strukturelle Lücke, die durch das Ende klassischer RoLa-Angebote entstanden ist.

Nachfrage auf der Nord-Süd-Achse steigt

Die Verbindung adressiert insbesondere den stark frequentierten Korridor zwischen Südwestdeutschland und Norditalien. Laut Boris Timm zeigt sich dort eine „deutliche Nachfrage für weitere Kapazitäten im kombinierten Verkehr“.

„Unser neues Angebot setzt hier passgenau an“, heißt es weiter.

Neben klassischen kranbaren Trailern können auch Kühlauflieger, Boxtrailer sowie Abfalltransporte und Wechselbrücken transportiert werden.

Kooperation, CO2-Effekt und Ausbau in Norditalien

Für die Traktion arbeitet CargoBeamer mit SBB Cargo International zusammen, einem europaweit tätigen Anbieter für Schienengüterverkehr mit Fokus auf internationale Verbindungen, insbesondere im alpenquerenden Verkehr.

Nach Unternehmensangaben lassen sich pro transportiertem Sattelauflieger rund 88 Prozent der CO2-Emissionen im Vergleich zum Diesel-LKW einsparen.

Gleichzeitig baut CargoBeamer mit der neuen Relation seine Präsenz in Norditalien weiter aus. Das Terminal im Raum Mailand gilt als wichtiger Knotenpunkt für Straßen- und Luftfrachtverkehre.

Tags:

Auch lesen