Hapag-Lloyd steigert Umsatz trotz Corona und kündigt Übernahme der Reederei NileDutch an

Hapag-Lloyd steigert Umsatz trotz Corona und kündigt Übernahme der Reederei NileDutch an

Hapag-Lloyd hat trotz Corona-Pandemie ein gutes Jahr hinter sich und erwartet auch für 2021 gute Ergebnisse. Das Unternehmen hat neulich bekannt gegeben sämtliche Anteile an der niederländischen Container- Reederei Nile Dutch Investments B.V. (NileDutch) erwerben zu wollen. Die Übernahme soll die Position des Unternehmens im afrikanischen Markt stärken.

Mit rund 40 Jahren Expertise ist NileDutch einer der führenden Anbieter von Containerdiensten von und nach Westafrika. Das Unternehmen ist weltweit an 85 Standorten präsent und verfügt über 16 eigene Büros in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Singapur, China, Angola, Kongo und Kamerun. Mit zehn Liniendiensten sowie rund 35.000 TEU Transportkapazität und einem Containerbestand von rund 80.000 TEU verbindet das Unternehmen Europa, Asien und Lateinamerika mit dem westlichen und südlichen Afrika. NileDutch hat seinen Unternehmenssitz in Rotterdam und beschäftigt rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit, die über eine besondere Expertise im afrikanischen Markt verfügen.

Der Vollzug der Transaktion bedarf noch der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.

Afrika ist für Hapag-Lloyd ein wichtiger strategischer Wachstumsmarkt. Die Übernahme von NileDutch stärkt unsere Position vor allem in Westafrika und ist eine hervorragende Ergänzung zu unseren bestehenden Aktivitäten auf dem Kontinent. Unsere gemeinsamen Kunden werden von einem dichteren Netzwerk von und nach Afrika sowie deutlich höheren Transportfrequenzen profitieren. Wir heißen unsere neuen Kolleginnen und Kollegen von NileDutch ganz besonders herzlich willkommen und hoffen, dass wir unser Geschäft in Afrika in den nächsten Jahren gemeinsam weiterentwickeln werden, sagte Rolf Habben Jansen, Vorstandsvorsitzender von Hapag-Lloyd.

Deutlicher Ergebnisanstieg in 2020

Hapag-Lloyd hat heute seinen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht.Das EBITDA konnte auf  3 Milliarden US-Dollar (rund 2,7 Milliarden Euro) gesteigert werden. Das EBIT wuchs auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis verbesserte sich auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar (935 Millionen Euro).

Die Umsätze erhöhten sich im Geschäftsjahr 2020 um etwa 3 Prozent auf rund 14,6 Milliarden US-Dollar (circa 12,8 Milliarden Euro). Grund dafür ist insbesondere eine um rund 4 Prozent bessere durchschnittliche Frachtrate von 1.115 USD/TEU. Einzig die Transportvolumina lagen zum Jahresende mit 11,8 Millionen TEU und einem Minus von 1,6 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahres (2019: 12,0 Millionen TEU).

Ausblickend erwartet Hapag-Lloyd, dass die Ergebnisse für das Jahr 2021 deutlich über dem Vorjahresniveau liegen werden.

Foto: Hapag-Lloyd

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