IKEA chartert eigene Schiffe, um Lieferprobleme von 1.000 Produktlinien in Großbritannien zu lindern

IKEA chartert eigene Schiffe, um Lieferprobleme von 1.000 Produktlinien in Großbritannien zu lindern
Oast House Archive

IKEA hat Probleme damit, seine Kunden in Großbritannien mit bis zu 1.000 Produktlinien zu beliefern, berichtet The Independent. Der schwedische Möbelhändler räumt ein, dass er mit „anhaltenden Herausforderungen” in seiner Lieferkette konfrontiert ist, was zu einer geringen Verfügbarkeit einiger Produkte führt. Um diese Schwierigkeiten im Vereinigten Königreich und anderswo zu lindern, kauft das Unternehmen Container und chartert sogar Schiffe.

Ein Insider erklärte gegenüber The Independent, dass die bestehenden Probleme in der Lieferkette des Einzelhändlers durch den Brexit und Covid-19 noch verschärft wurden.

Was wir sehen, ist der Höhepunkt von Problemen, einschließlich der Unterbrechung der globalen Handelsströme und eines Mangels an Fahrern, der durch die Pandemie und den Brexit noch verschärft wurde.”

Als Reaktion auf die Behauptungen erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber The Independent:

Wie viele Einzelhändler sehen wir uns aufgrund von Covid-19 und des Arbeitskräftemangels mit anhaltenden Herausforderungen in unseren Lieferketten konfrontiert, wobei Transport, Rohstoffe und Beschaffung betroffen sind. Außerdem sehen wir eine höhere Kundennachfrage, da mehr Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Infolgedessen haben wir in einigen unserer Sortimente, darunter auch Matratzen, eine geringe Verfügbarkeit.”

Angesichts dieser Herausforderungen hat IKEA gegenüber Medien in den USA und Schweden bestätigt, dass das Unternehmen Container kauft und sogar Schiffe chartert, um die Versorgung sicherzustellen.

Mikael Redin, Direktor für Produktlieferungen bei IKEA, erklärte gegenüber der schwedischen Tageszeitung Svenska Dagbladet, dass dieser Schritt durch Probleme wie dem Vorfall im Suezkanal motiviert sei, der zu großen Störungen geführt habe.

Redin sagte der schwedischen Zeitung auch, dass die Überlastung der Häfen, die hohe Nachfrage und der Mangel an Rohstoffen ebenfalls Faktoren sind, die sich auf die Verfügbarkeit von Produktlinien in den Filialen des Möbelhauses auswirken:

Die Überlastung der Häfen in Verbindung mit einer historisch hohen Nachfrage hat zu einem Ungleichgewicht auf dem gesamten Weltmarkt für Seeverkehr geführt. Hinzu kommt eine allgemeine Verknappung bestimmter Rohstoffe. Alles in allem führt dies heute leider zu Einschränkungen in unserem Sortiment.”

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