Gegen einen deutschen Frachtführer wurde eine Geldstrafe von 561.000 dänischen Kronen (75.400 Euro) für mehrere Verstöße verhängt – hauptsächlich handelte es sich für illegale Kabotagefahrten und die Nichtregistrierung der entsandten Arbeitnehmer. Überdies musste das Unternehmen die Sanktion bereits am nächsten Tag zahlen.

Nachdem ein Lkw des deutschen Frachtführers im Rahmen einer Polizeikontrolle aus dem Verkehr gezogen wordem war, stellten die dänischen Beamten mehrere Verstöße fest.

Eine Ermittlung ergab, dass das Unternehmen 30 illegale Kabotagefahrten durchgeführt hatte. Überdies wurden seine Mitarbeiter in 23 Fällen im dänischen Register für ausländische Transportdienstleistungen (RUT) nicht angemeldet.

Ein weiteres Vergehen betraf fehlende Transportdokumente sowie mehrere Verstöße gegen die Vorschriften für Sondertransporte.

Insgesamt wurde gegen den Frachtführer eine Geldstrafe von 561.000 DKK (75.400 €) verhängt, die sofort am nächsten Tag bezahlt werden musste.

Seit dem 1. Januar 2021 gelten in Dänemark neue Vorschriften, nach denen LKW-Fahrer ausländischer Transportunternehmen, die in Dänemark Kabotagebeförderungen oder Vor- oder Nachläufe im Kombinierten Verkehr realisieren, den in der Branche geltenden dänischen Mindestlohn erhalten müssen. Aktuell beläuft sich dieser auf mindestens 164,96 dänische Kronen ( umgerechnet etwa 22,15 Euro ) pro Stunde. Ausgenommen von den neuen Vorschriften sind internationale Transporte sowie Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen.

Darüber hinaus entstehen für ausländische Transportunternehmen nach Inkrafttreten der neuen Bestimmungen neue Mitwirkungspflichten: Diese müssen sich in einem Online-Register anmelden lassen. Dank dessen können die dänischen Behörden die Fahrer in Bezug auf die Vergütung wirksamer kontrollieren.

Zu Beginn des Jahres gewährte Dänemark den Spediteuren eine dreimonatige Übergangszeit. Diese endete jedoch am 31. März, und seitdem verstärkt die Polizei Verkehrskontrollen sowie setzt die Vorschriften strikt durch.

Foto: Politi.dk

 

 

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