Einnahmen aus Straßenverkehrskontrollen im Jahr 2021. Deutschland im EU-Vergleich

Bundesweite Schwerpunktkontrollen des Bundesamt für Güterverkehr BAG finden jeden Monat deutschlandweit statt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes sowie zur Sicherstellung der Marktordnung im Straßengüterverkehr geleistet. Auch andere EU-Länder führen monatliche Güterverkehrskontrollen durch. Wie schneidet Deutschland im EU-Vergleich ab?

Einnahmen aus Straßenverkehrskontrollen im Jahr 2021. Deutschland im EU-Vergleich
Quelle: Bundesamt für Güterverkehr (BAG), Köln

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) führt monatlich Schwerpunktkontrollen zu den Themen der Einhaltung der Kabotagebestimmungen, zur Überwachung der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeit und im Bereich der Technischen Unterwegskontrolle (TUK) durch. Alle Daten sind öffentlich zugänglich, die in einer Tabelle zusammengefasst wurden.

Jahresbilanz 2021 der Straßenverkehrskontrollen im Güterverkehr – Deutschland

EinnahmenKontrollierte Fahrzeuge
Januar74.662 Euro1428
Februar76.588 Euro945
März85.145 Euro1296
April106.957 Euro1114
Mai153.620 Euro 1418
Juni143.238 Euro1672
Juli145.960 Euro1475
August121.852 Euro1531
September128.794 Euro2083
Oktober84.443,50 Euro1669
November109.220 Euro1098
Dezember74.969,- Euro1497
Summe1.305.457,50 Euro17.226

Am meisten Fahrzeuge wurden im September kontrolliert und die meisten Einnahmen erzielte das Amt im Mai 2021.

Das BAG weist darauf hin, dass es sich bei den Kontrollergebnissen von Schwerpunktaktionen grundsätzlich um keine repräsentativen Ergebnisse handelt, die sichere Rückschlüsse auf die Gesamtsituation zulassen.

Spanien mit Rekordeinnahmen 

Den Daten des spanischen Branchenverbands Fenadismer zufolge, wurden im Jahr 2021 insgesamt 152.438 Bußgelder verhängt. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 115.995, was einen Anstieg von 20 Prozent bedeutet.

Das entspricht 88 Millionen Euro an vereinnahmten Bußgeldern im Jahr 2021 und im Jahr 2020 waren es 74 Millionen Euro. Rekordeinnahmen erlangte die spanischen Kontrolldienste jedoch 2019, als bei den Kontrollen 91 Millionen Euro an Bußgeldern vereinnahmt wurden.

Die häufigsten Verstöße stehen in der Regel im Zusammenhang mit den Lenk- und Ruhezeiten. Im Jahr 2021 wurden 64.031 solcher Fälle registriert, im Vergleich zum Vorjahr waren es 43.519 Verstöße.

Aus den Daten der spanischen Behörden geht auch hervor, dass unter den ausländischen Spediteuren vor allem LKW-Fahrer aus Bulgarien, Rumänien und Polen als Spitzenreiter bei den Verstöße notiert wurden.

Spanien lässt Deutschland – hinsichtlich der vereinnahmten Beträge von 88 Millionen Euro und Deutschland mit knapp 1,3 Millionen Euro für das Jahr 2021  – eher blass aussehen. Der Vergleich wird um weitere EU-Länder ergänzt, sobald die Jahresergebnisse der Redaktion vorliegen.

Meistgelesene Artikel
Kommentare
0 Kommentare
Benutzer gelöscht
Meistgelesene Artikel