Immobilienverkauf in Deutschland die ausgewiesenen Kennzahlen.
Der Schweizer Logistikkonzern meldete im ersten Quartal einen Nettoumsatz von 5,6 Milliarden Schweizer Franken (rund 6,09 Milliarden Euro). Im Vorjahreszeitraum waren es 6,3 Milliarden Schweizer Franken (rund 6,85 Milliarden Euro). Das EBIT sank von 402 Millionen Schweizer Franken (rund 437 Millionen Euro) auf 343 Millionen Schweizer Franken (rund 373 Millionen Euro). Der Gewinn ging ebenfalls zurück: auf 248 Millionen Schweizer Franken (rund 270 Millionen Euro) nach 303 Millionen Schweizer Franken (rund 329 Millionen Euro).
Noch deutlicher fällt der Blick auf die bereinigte Ertragskraft aus. Das wiederkehrende EBIT – ohne einen einmaligen Effekt von 35 Millionen Schweizer Franken (rund 38 Millionen Euro) aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion – lag bei 308 Millionen Schweizer Franken (rund 335 Millionen Euro), nach 402 Millionen Schweizer Franken (rund 437 Millionen Euro) im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 94 Millionen Schweizer Franken (rund 102 Millionen Euro) beziehungsweise 23 Prozent.
| Kennzahl | Q1 2026 | Q1 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Nettoumsatz | 5,603 Mrd. CHF (ca. 6,09 Mrd. €) | 6,330 Mrd. CHF (ca. 6,88 Mrd. €) | -11,5 % |
| Bruttogewinn | 2,110 Mrd. CHF (ca. 2,29 Mrd. €) | 2,237 Mrd. CHF (ca. 2,43 Mrd. €) | -5,7 % |
| EBIT (ausgewiesen) | 343 Mio. CHF (ca. 373 Mio. €) | 402 Mio. CHF (ca. 437 Mio. €) | -14,7 % |
| EBIT (wiederkehrend) | 308 Mio. CHF (ca. 335 Mio. €) | 402 Mio. CHF (ca. 437 Mio. €) | -23,4 % |
| Gewinn | 248 Mio. CHF (ca. 270 Mio. €) | 303 Mio. CHF (ca. 329 Mio. €) | -18,2 % |
Kuehne+Nagel führt die Entwicklung vor allem auf die im Oktober 2025 angekündigten Sparmaßnahmen zurück. Diese hätten das Quartalsergebnis „spürbar“ beeinflusst und die Kosten je Einheit gesenkt. CEO Stefan Paul sprach von einem guten Jahresauftakt in Air, Road und Contract Logistics. Die Seefracht sei dagegen kurzfristig durch Störungen im Nahen Osten belastet worden.
Zugleich hat Kuehne+Nagel die Untergrenze der Prognose für das wiederkehrende EBIT 2026 angehoben. Erwartet wird nun ein wiederkehrendes Konzern-EBIT zwischen 1,25 Milliarden und 1,40 Milliarden Schweizer Franken (rund 1,36 bis 1,52 Milliarden Euro). Zuvor lag die Spanne bei 1,20 bis 1,40 Milliarden Schweizer Franken (rund 1,30 bis 1,52 Milliarden Euro). Grundlage ist unter anderem die Annahme, dass die Nachfrage in See- und Luftfracht bestenfalls im Gleichschritt mit dem Bruttoinlandsprodukt wächst – und dass das Kostensenkungsprogramm in diesem Jahr mindestens 100 Millionen Schweizer Franken (rund 109 Millionen Euro) an Bruttoeinsparungen bringt.
Seefracht belastet das Quartalsergebnis
Die größte Bremse war Sea Logistics. Das EBIT fiel von 210 Millionen Schweizer Franken (rund 228 Millionen Euro) auf 113 Millionen Schweizer Franken (rund 123 Millionen Euro) – ein Rückgang um 97 Millionen Schweizer Franken (rund 105 Millionen Euro). Der Bruttogewinn sank von 593 Millionen Schweizer Franken (rund 645 Millionen Euro) auf 449 Millionen Schweizer Franken (rund 488 Millionen Euro). Die Conversion Rate ging im selben Zeitraum von 35 Prozent auf 25 Prozent zurück.
Auch die Mengen entwickelten sich rückläufig. Im ersten Quartal bewegte Kuehne+Nagel 1,009 Millionen TEU. Ein Jahr zuvor waren es 1,034 Millionen TEU, im Vorquartal 1,075 Millionen TEU. Laut Unternehmen lagen die Volumina damit 2 Prozent unter Vorjahr und 6 Prozent unter dem Vorquartal; der Nahostkonflikt habe dabei mit 1,5 Prozentpunkten negativ zu Buche geschlagen.
Damit zeigt sich die Lage im Nahen Osten für den Konzern zweischneidig: Zwar entstehen kurzfristig zusätzliche Verkehre über Alternativrouten – etwa in der Luftfracht oder im Straßentransport. Gleichzeitig trifft die Störung jedoch ausgerechnet das volumenstärkere Seefrachtgeschäft.
Kuehne+Nagel erklärte, die Situation im Nahen Osten habe im Quartal die „Serviceintensität“ in Sea Logistics erhöht. Zudem verweist der Konzern darauf, dass das erste Quartal 2025 außergewöhnlich stark gewesen sei – unter anderem wegen vorgezogener Sendungen im Zusammenhang mit dem sogenannten „Liberation Day“. Das erschwert den Jahresvergleich zusätzlich.
Road Logistics legt zu – aber auf niedrigem Niveau
In Road Logistics lieferte Kuehne+Nagel einen der klareren Lichtblicke. Das EBIT stieg von 19 Millionen Schweizer Franken (rund 21 Millionen euro) auf 25 Millionen Schweizer Franken (rund 27 Millionen euro) – ein Plus von 32 Prozent. Der Nettoumsatz wuchs von 871 Millionen Schweizer Franken (rund 947 Millionen euro) auf 908 Millionen Schweizer Franken (rund 987 Millionen euro). Der Bruttogewinn erhöhte sich von 331 Millionen Schweizer Franken (rund 360 Millionen euro) auf 339 Millionen Schweizer Franken (rund 369 Millionen euro).
Währungsbereinigt legte der Nettoumsatz in Road Logistics um 9 Prozent zu, davon 5 Prozent organisch. Kuehne+Nagel nennt als Treiber breite Marktanteilsgewinne, anhaltende Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen für die Zollabfertigung sowie zusätzliche Nachfrage durch Verlagerungen von See auf Straße im Nahen Osten.
Nach Unternehmensangaben trug die Straßensparte seit Ausbruch des Konflikts zudem dazu bei, regionale Lieferketten abzusichern – unter anderem über Landbrücken, etwa mit Lkw-Verkehren von Saudi-Arabien in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Unterm Strich steuerte Road Logistics im Jahresvergleich 6 Millionen Schweizer Franken (rund 7 Millionen euro) mehr EBIT bei. Sea Logistics verlor dagegen 97 Millionen Schweizer Franken (rund 105 Millionen euro). Die Verbesserung auf der Straße reicht damit bei weitem nicht aus, um den Einbruch in der Seefracht zu kompensieren.
| Sparte | EBIT Q1 2026 | EBIT Q1 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Sea Logistics | 113 Mio. CHF (ca. 123 Mio. €) | 210 Mio. CHF (ca. 228 Mio. €) | -97 Mio. CHF (ca. -105 Mio. €) |
| Air Logistics | 111 Mio. CHF (ca. 121 Mio. €) | 116 Mio. CHF (ca. 126 Mio. €) | -5 Mio. CHF (ca. -5 Mio. €) |
| Road Logistics | 25 Mio. CHF (ca. 27 Mio. €) | 19 Mio. CHF (ca. 21 Mio. €) | +6 Mio. CHF (ca. +7 Mio. €) |
| Contract Logistics (ausgewiesen) | 94 Mio. CHF (ca. 102 Mio. €) | 57 Mio. CHF (ca. 62 Mio. €) | +37 Mio. CHF (ca. +40 Mio. €) |
| Contract Logistics (wiederkehrend) | 59 Mio. CHF (ca. 64 Mio. €) | 57 Mio. CHF (ca. 62 Mio. €) | +2 Mio. CHF (ca. +2 Mio. €) |
Luftfracht stabil – mit Sonderimpulsen
Air Logistics zeigte sich robuster als die Seefracht, konnte das Ergebnis aber nicht ausbauen. Das EBIT sank leicht von 116 Millionen Schweizer Franken (rund 126 Millionen euro) auf 111 Millionen Schweizer Franken (rund 121 Millionen euro). Der Bruttogewinn ging von 439 Millionen Schweizer Franken (rund 477 Millionen euro) auf 407 Millionen Schweizer Franken (rund 442 Millionen euro) zurück. Die Conversion Rate verbesserte sich minimal von 26 Prozent auf 27 Prozent.
Beim Volumen blieb die Luftfracht nahezu stabil: 516.000 Tonnen nach 514.000 Tonnen im Vorjahr. Kuehne+Nagel verweist auf anhaltende Nachfrage aus den Bereichen Halbleiter und Cloud-Infrastruktur sowie auf starke Exporte aus Asien nach Europa und nach Nordamerika.
Die Störungen im Nahen Osten sorgten zudem kurzfristig für zusätzliche Nachfrage nach Charterlösungen. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Kapazität im Quartal knapper, wodurch Charterverkehre stärker nachgefragt wurden.
Contract Logistics sieht besser aus – bereinigt aber nur leicht stärker
Den größten prozentualen EBIT-Sprung meldete Contract Logistics: von 57 Millionen Schweizer Franken (rund 62 Millionen euro) auf 94 Millionen Schweizer Franken (rund 102 Millionen euro). Der Zuwachs ist jedoch zu einem wesentlichen Teil durch einen Einmaleffekt geprägt.
In der wiederkehrenden Betrachtung – ohne den einmaligen Gewinn von 35 Millionen Schweizer Franken (rund 38 Millionen euro) aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion – lag das EBIT der Contract Logistics bei 59 Millionen Schweizer Franken (rund 64 Millionen euro). Damit bewegt sich die operative Verbesserung nur knapp über dem Vorjahreswert von 57 Millionen Schweizer Franken (rund 62 Millionen euro).
Aus dem Verkauf und der Rückmietung einer Logistikimmobilie in Deutschland flossen dem Unternehmen 75 Millionen Schweizer Franken (rund 82 Millionen Euro) zu. Dieser Effekt ist auch im Free Cashflow sichtbar, der von 173 Millionen auf 194 Millionen Schweizer Franken (rund 188 auf 211 Millionen Euro) stieg. Der operative Cashflow sank hingegen deutlich auf 304 Millionen Schweizer Franken (rund 330 Millionen Euro), nach 389 Millionen Schweizer Franken (rund 423 Millionen Euro) im Vorjahr.
Der Free Cashflow stieg von 173 Millionen Schweizer Franken (rund 188 Millionen euro) auf 194 Millionen Schweizer Franken (rund 211 Millionen euro). In der Analystenpräsentation weist Kuehne+Nagel jedoch darauf hin, dass im Free Cashflow des ersten Quartals 2026 die einmaligen 75 Millionen Schweizer Franken (rund 82 Millionen euro) aus der Sale-and-Leaseback-Transaktion enthalten sind. Der operative Cashflow ging im selben Zeitraum von 389 Millionen Schweizer Franken (rund 423 Millionen euro) auf 304 Millionen Schweizer Franken (rund 330 Millionen euro) zurück.
Die Seefracht sei dagegen kurzfristig durch Störungen im Nahen Osten belastet worden, darunter auch die Straße von Hormus.









