Die Regierung der spanischen autonomen Gemeinschaft Kastilien und León hat gestern ein Abkommen veröffentlicht, die eine Reihe von Maßnahmen zur Eindämmung und Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus enthält. Einige von ihnen betreffen den Transportsektor. Die Behörden der Region berühren auch das Problem der Be- und Entladung.

Kastilien und León hat gestern ein Abkommen Nr. 76/2020 vom 3. November veröffentlicht, in dem besondere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in der Region festgelegt sind, heißt es in einer Mitteilung des spanischen Transportverbandes CETM

Eines der Kapitel des Dokuments enthält Maßnahmen für die Transport- und Logistikbranche. Logistik- und Transportunternehmen sollen den Richtlinien bezüglich der Versorgungsmaßnahmen folgen. Es handelt sich darum, „den Kontakt mit dem Fahrer beim Austausch von Unterlagen an Lade- und Entladestellen zu vermeiden”.

Überdies wird in dem Abkommen auf folgende Empfehlung verwiesen:

 Wenn es nur möglich ist, soll der Fahrer bei der Be- und Entladung nicht teilnehmen. Das Unternehmen, für das solche Aktivitäten durchgeführt werden, ist für diese verantwortlich, und der Fahrer muss in der Kabine oder an einem speziell für diesen Zweck bestimmten Platz bleiben“, so wird das Abkommen von dem Verband zitiert.

Sowohl der Verband CETM als auch die Föderation der Transportunternehmen Kastilien und León (FETRACAL) begrüßten diese Maßnahm

Obwohl dies angesichts einer Notsituation wie der Coronavirus-Pandemie unternommen wurde, ist es ein Fortschritt bei der Erfüllung einer der älteren, noch unerhörten Anforderungen des Sektors, nämlich der Einführung des Verbots der Be- und Entladung für Lkw-Fahrer”, betont CETM in einer offiziellen Mitteilung.

„Die Beteiligung der Fahrer am Be- und Entladen widerspricht nicht nur den Bestimmungen zur Verhütung von Berufsrisiken, sondern gefährdet jetzt auch die Gesundheit der Fahrer und erhöht das Ansteckungsrisiko”, fügt die Organisation hinzu.

Die Verbandsmitglieder hoffen, dass die Einführung dieser Richtlinie aufgrund der Pandemie in der Zukunft zu einer dauerhaften Veränderung der Funktionsweise der Lieferkette beitragen könnte, „in der jede Partei bestimmte Verantwortung übernehmen muss und die Aufgabe der Berufskraftfahrer ausschließlich darin bestehen sollte, das Fahrzeug zu lenken”.

Foto: Bar Cargolift

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