Quelle: Twitter / Foto: Clean Logistics

LKW-Hersteller ergreift Maßnahmen zur Sicherung seiner Existenz

Clean Logistics, der Umrüster und Hersteller von Zero-Emission-LKW und -Bussen mit Sitz in Hamburg, befindet sich derzeit in einer schwierigen finanziellen Lage. Die Gesellschaft beschloss eine Kapitalerhöhung und einen Not-Verkauf der Tochtergesellschaft.

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Clean Logistics hat eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlage mit Bezugsrecht der Aktionäre durch Ausgabe von insgesamt bis zu 2,7 Millionen neuen Aktien beschlossen. Der Bezugspreis beträgt 1,80 Euro je Aktie. Im ersten Schritt wurden im Rahmen der angekündigten Kapitalerhöhung durch bestehende Großaktionäre Aktien im Wert von über 1,2 Millionen Euro bereits vorab gezeichnet. Als nächsten Schritt soll im Janauer 2023 ein öffentliches Bezugsangebot mit Bezugsrechtshandel zu denselben Konditionen den restlichen Aktionären unterbreitet werden.

Nach eigenen Angaben haben große Aktionäre der Gesellschaft ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Zudem haben Gläubiger der Gesellschaft signalisiert, dass sie über einen debt equity swap (Umwandlung von Forderungen in Eigenkapital) nachdenken.

Hintergrund der Maßnahmen ist eine derzeit schwierige finanzielle Situation der Gesellschaft, heißt es in der Mitteilung. Ein kurzfristiger Handlungsbedarf ist erforderlich, um die Überlebensfähigkeit der Gesellschaft zu sichern.

Zudem wurde eine „Strategieanpassung” vorgenommen, um die Gesellschaft langfristig zu stabilisieren. Die Tochtergesellschaft GINAF Trucks Nederland B.V. wurde Not-Verkauf und das knapp ein halbes Jahr nach der Übernahme. Insgesamt gehe es dabei um einen Betrag im mittleren einstelligen Millionenbereich, so Clean Logistics.

Auch die angestrebte Serienfertigung von emissionsfreien LKW soll in Zukunft über einen strategischen Partner durch den vermehrten Einsatz von Lohnfertigung umgesetzt werden. Erste Gespräche hierzu sollen bereits stattgefunden haben.

Die bereits bestehenden und zukünftigen Kundenaufträge sollen in 2023 wie geplant am Standort Winsen durchgeführt werden.

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