Die Corona-Krise wirkt sich erneut negativ auf den Arbeitsmarkt aus.Die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus hinterlassen auch Spuren in der Transport-und Logistikbranche.

Im Zuge der Winterpause ist die Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar deutlich gestiegen, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Mit 2.901.000 liegt die Zahl der Arbeitslosen um 193.000 höher als im Vormonat. Saisonbereinigt hat sie sich verringert. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar um 0,4 Prozentpunkte auf bei 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Januar des vorigen Jahres hat sich die Arbeitslosenzahl um 475.000 erhöht.

Die Unterbeschäftigung, die auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, lag im Januar 2021 bei 3.679.000 Personen. Das waren 354.000 mehr als vor einem Jahr.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar alles in allem weiter in einer robusten Verfassung. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hinterlassen aber Spuren, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit,  Detlef Scheele, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz in Nürnberg.

Zahl der arbeitslosen LKW-Fahrer steigt rasant

Die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus hinterlassen auch Spuren in der Transport-und Logistikbranche, wo sowohl die Anzahl der eingegangenen Anzeigen über Kurzarbeit als auch die Anzahl der von diesen Anzeigen betroffenen Personen seit Oktober 2020 wieder steigt. Im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“wurden sogar die höchsten Werte der letzten acht Monate verzeichnet.

Rasant gestiegen ist ebenfalls im Januar 2021 die Anzahl der Arbeitslosen in der Berufshauptgruppe „Verkehr und Logistik (außer Fahrzeugführung)“ – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 26,7 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um rund 6,5 Prozent, meldet das BAG. In der Berufshauptgruppe „Führung von Fahrzeug- und Transportgeräten“ stieg die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 24,2 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um rund 11,2 Prozent.  Parallel dazu ging die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen zurück.

Foto: iStock

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