Seit Ende Oktober gelten in der Region Greater London, die die Hauptstadt und 32 Gemeinden umfasst,  neue Vorschriften für LKW über zwölf Tonnen.

Seit dem 26. Oktober müssen alle LKW über zwölf Tonnen bei der Einfahrt nach London den Direct Vision Standard (DVS) erfüllen und eine HGV Safety Permit für schwere Nutzfahrzeuge haben. Dies gilt auch für Fahrzeuge aus dem Ausland. Der Direct Vision Standard definiert die Sichtverhältnisse des Fahrers  in der Fahrerkabine. Die HGV Safety Permit bescheinigt hingegen die neuen Standards. Die Registrierung erfolgt über das HGV Safety Permit System. Die Einreichung des Antrags ist kostenlos.

Die Erlaubnis zur Einfahrt in den Großraum London kann nur für LKW mit einem entsprechendem Rating erteilt werden – d. h. mit mindestens einem DVS-Stern (5 DSV-Sterne sind das Maximum). Für die Einreichung eines Zulassungsantrags für ein Fahrzeug mit entsprechendem Rating, also mindestens einem Stern, sind keine zusätzlichen Unterlagen erforderlich. Es ist möglich, einen Antrag auf Zulassung mehrerer Fahrzeuge zu stellen. Fahrzeuge mit 0 Sternen müssen zwecks Einfahrt mit einem Abbiegeassistent, seitlichem Warnsignal, Abbiegeton, Warnaufkleber oder Unterfahrschutz nachgerüstet werden.

Die Gültigkeitsdauer der Genehmigung ist von der Anzahl der Sterne abhängig. Beispielsweise laufen Genehmigungen für Fahrzeuge mit drei, vier oder fünf Sternen am Ende des 25. Oktober 2030 oder zehn Jahre nach dem Antragsdatum ab, wenn sie später als am 26. Oktober 2020 erteilt werden (je nachdem, was später eintritt).

Die neuen Vorschriften sollen die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, vor allem von Fußgängern und Radfahrern,  erhöhen. Die Regelungen sind Teil des Vision Zero-Plans, der  darauf abzielt, bis 2041 Unfälle mit Todesopfern und Schwerverletzten auf Londoner Straßen auf Null reduzieren soll.

Das ist aber nicht alles, denn darüber hinaus gelten auch seit kurzem strengere Emissionsnormen in der Niedrigemissionszone (LEZ) in London.  LKW, Busse und Reisebusse müssen die Abgasnorm Euro 6 (NOx und PM) erfüllen, ansonsten wird im Großraum London eine Gebühr fällig.

Wie der britische Verband RHA berichtet,  sollen Verstöße ab März 2021 mit einer Geldstrafe in Höhe von 550 Britischen Pfund (606 Euro) sanktioniert werden.

Foto: Pixabay/fietzfotos

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