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Am 14. Juli ist das Decreto dignità ( Würdedekret) in Kraft getreten. Mit der neuen Gesetzesverfügung will sich Italiens Arbeitsminister für faire Arbeitsverhältnisse einsetzen und gegen schlecht bezahlte Jobs unter anderem im Transportwesen kämpfen.

Einschränkung von befristeten Verträgen

Das Würdedekret verschärft die Bedingungen für befristete Arbeitsverhältnisse und soll den Übergang auf unbefristete Verträge forcieren. Die Gesamtlaufzeit des befristeten Arbeitsverhältnisses darf nicht über 24 Monate ( vorher 36 Monate) hinausgehen. Danach muss ein unbefristeter Vertrag unterzeichnet werden. Die Erneuerung eines befristeten Vertrages nach einer Laufzeit von 12 Monaten muss begründet werden. Prinzipiell ist dies nur in solchen Sonderfällen möglich wie die Einstellung einer Urlaubsvertretung oder Beschäftigung von zusätzlichen Mitarbeitern im Fall einer punktuellen und nicht vorhersehbaren Steigerung der Firmenaktivität. Von fünf auf vier wurde auch die Zahl der möglichen Vertragsverlängerungen geändert.

Standortverlagerung ins Ausland wird schwieriger

Vom Staat geförderte Firmen werden das italienische Staatsgebiet für mindestens fünf Jahre nicht verlassen können. Sollten Sie sich entscheiden,ihren Standort in ein anderes EU-Land zu verlagern, werden sie verpflichtet sein, die erhaltenen Fördermittel plus Strafzinsen in Höhe von 5% zurückzuzahlen.  Des weiteren werden Unternehmen, die innerhalb der fünf-Jahre-Frist mit ihrem Standort außerhalb der EU umziehen,  eine Geldstrafe zahlen müssen, die sich sogar auf das Doppelte oder Vierfache der Förderung beläuft.

Foto:Pixabay/jackmac34 CC0

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