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 Eigentlich wollte der deutsche Lkw-Lenker Dienstagnachmittag in das Gasteinertal. Sein Navigationsgerät leitete ihn aber auf eine schmale Bergstraße, die vom Böndlsee bei Goldegg nach Lend führt. Die Straße hat zum Teil eine Steigung von 25 Prozent, es gibt mehrere Serpentinen und sie ist kaum breiter als 2,5 Meter.

Der Pinzgauer Katastrophenreferent Kurt Reiter leitete den Bergeeinsatz. Er sagte den SN am Nachmittag: „Wir haben ein Spezialunternehmen aus St. Johann angefordert. Den Lkw da herauszubekommen, wird ein Gemurks.“

Einheimische hatte den Lenker gestoppt, der trotz der beengten Verhältnisse weiter versucht hatte, seinen Weg Richtung Lend fortzusetzen. Sie alarmierten außerdem die Polizei, „bevor der Laster auf der Westbahn liegt“, sagte Reiter.

Nach längeren Überlegungen und Beratungen kamen die Einsatzkräfte zu dem Entschluss, den Lastwagen nach unten zu transportieren. In stundenlanger Arbeit wurde er Zentimeter für Zentimeter ins Tal gehoben. „Die Kurven sind so eng, die kann das Fahrzeug nicht nehmen. Es ist ungefähr 20 Meter lang“, erklärte Reiter.

Zum Glück war der Lastwagen nur gering mit Dämmstoffen beladen: „Wäre er voll gewesen, wäre die Straße wohl gebrochen“, vermutet Reiter. Die Straße wird nur von Anrainern befahren. Ortsansässige nutzen sie als Schleichweg. Sechs Polizeibeamte sicherten die Straße ab.

In Salzburg kommt es immer wieder zu Irrfahrten durch Navigationsgeräte: Im Oktober 2009 stürzte ein slowenischer Lkw beinahe auf der Hochkönig-Straße in die Tiefe. Sein Navi hatte ihm die Route als kürzeste Strecke nach Saalfelden herausgesucht.  

Autor: Koliński Peter

Ursprung: http://www.brummionline.com/

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