Er ist 3200 km lang, verbindet acht europäische Hauptstädte: Amsterdam, Brüssel, Berlin, Warschau, Vilnius, Riga, Tallinn und Helsinki und umfasst 16 Flughäfen, 12 Seehäfen, 21 Binnenhäfen und 17 Bahnterminals. Der Nordsee Baltikum Korridor. Jetzt sollen gewaltige Investitionen den Korridor noch effizienter machen.

Über die ambitionierten Investitionspläne berichtet das Portal railfreight.com, dem zufolge 44 Milliarden Euro den Korridor innerhalb der nächsten zehn Jahre technisch noch effizienter machen sollen.Besonders Polen begrüßt die Pläne, da das Land inmitten des Korridors liegt und von der Rolle als Transitland zwischen Ost und West, aber auch zwischen Norden und Süden aufgrund des Ostsee Adria Korridors besser profitieren könnte.

Der Focus der Investitionen richtet sich auf technische Aspekte: verbessert und vereinheitlicht und eingeführt sollen diverse Standards in Bezug auf Elektrifizierung, Spurweite und Zuglänge, Achslast aber auch die Zuggeschwindigkeit. Diese schwankt nämlich stark nach Land: in den Niederlanden und in Deutschland sind mindestens 100 km / h ein Muss, in Belgien und Polen hingegen gibt es Strecken, wo die Geschwindigkeit weit unter diesem Minimum liegt.

Viele Projekte sind bereits am Laufen. So werden zum Beispiel Modernisierungsarbeiten auf den Strecken Warschau-Łowicz, Sochaczew-Swarzędz und Siedlce-Terespol, Warschau Rembertów – Sadowne, Czyżew – Białystok, Białystok – Ełk in Polen oder zwischen Tapa und Tartu in Estland durchgeführt. Investiert wird auch in Knotenpunkte entlang des Korridors, zum Beispiel Klaipeda, Vilnius, Helsinki oder Riga.

Foto: Wikimedia

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