Einride und Lidl beginnen ein neues System des Elektrotransports, an welchem die Firmen seit April 2020 zusammen gearbeitet haben, zu betreiben. Die elektrischen Lastkraftwagen werden von Rosersberg bei Stockholm mit Lieferungen für fünf Lidl-Filialen fahren. Das erlaubt die CO2-Emission abzuschaffen und vermindert Kosten im Vergleich zu den mit Dieselmotoren betriebenen Lastkraftwagen.

Lidl begann mit dem Start-Up-Unternehmen Einride 2017 zusammenzuarbeiten, um seine Transporte aus dem Zentrallager in seine Ladenkette zu elektrifizieren und zu automatisieren. Im Februar erfolgten die ersten Lieferungen mit Verwendung von elektrischen Lastkraftwagen, die mit Steuerungs- und Überwachungssoftware von Einride ausgestattet sind. Die Trucks werden 324 km täglich fahren und im Schnitt 104 Paletten in jede von fünf Lidl-Filialen im Raum Stockholm anliefern.

Wir haben vor, bis 2025 Leader in der Branche des nachhaltigen und von fossilen Brennstoffen freien Transportes zu werden. Unser erster, vollelektrischer Lastkraftwagen der Firma Einride ist erst der Anfang der tiefgreifenden Transformation. Durch die elektrifizierten Transporte in Verbindung mit neuen Lösungen im Bereich Zusammenarbeit, Planung und Digitalisierung erwarten wir, dass wir sowohl die Kosten als auch den Einfluss auf die Umwelt reduzieren können” – sagt Carl Ceder, der Logistikleiter bei Lidl Schweden.

Der Plan von Lidl ist langfristig ausgeschrieben, der erste wichtige Meilenstein ist das Jahr 2025. Bis zu diesem Datum soll ein Großteil aller Lieferungen in die Filialen bereits mit Elektrofahrzeugen erfolgen. Die Firma hofft auch, dass ein großer Teil der Lastkraftwagen ohne Fahrer fahren wird.

Das zeigt der Branche, dass der Übergang in nachhaltigere und rentable Transporte schon heute einfach begonnen werden kann. Die Technologie ist verfügbar und durch die Mobilitätsplattform von Einride sichert man die Zukunft der Lieferungen mithilfe des elektrischen und autonomen Transportes”, sagt Jonas Hernlund, der Handelsdirektor bei Einride.

Lidl nutzt bereits ein intelligentes Logistiksystem, gestützt auf zentralisierte Lager. Darüber hinaus ist jeder Lastkraftwagen zu 93 % befüllt, was bedeutet, dass die Lieferkette auf lediglich eine täglich beschränkt werden kann. Nach Beginn der Tätigkeit in Rosersberg wird die Zahl der elektrischen und langfristig autonomen Lastkraftwagen steigen.

Es ist erwähnenswert, dass im Jahre 2019 der 26-Tonnen-LKW von Einride in Schweden zugelassen wurde. Der kabinenlose T-Pod war das erste in der Geschichte autonome Lastfahrzeug, das zum Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen wurde. Es sollte vom Logistikzentrum DB Schenker in Jönköping zu dem rund 150 km entfernten Hafen in Göteborg fahren.

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