Der erste seriengefertigte eTopas 600 für DHL (Foto: SuperPanther)

SuperPanther startet Serienfertigung von E-Lkw für Europa

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Der chinesische Nutzfahrzeughersteller SuperPanther hat die Serienproduktion seines batterieelektrischen Fernverkehrs-Lkw eTopas 600 im österreichischen Steyr aufgenommen. Die ersten Fahrzeuge wurden an Kunden in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und den Niederlanden übergeben und sollen nun im regulären Transportbetrieb eingesetzt werden.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Das Wichtigste im Überblick

  • SuperPanther hat die Serienproduktion des eTopas 600 bei Steyr Automotive gestartet.
  • Die ersten Fahrzeuge gehen unter anderem an DHL, GRESS, TEMMEL und LONTEX.
  • Nach Unternehmensangaben erreicht der E-Lkw unter Praxisbedingungen eine Reichweite von rund 600 Kilometern.
  • Für Wartung und Reparatur arbeitet SuperPanther mit dem Werkstattnetz Alltrucks zusammen.

Produktion in Österreich, Technik aus China und Europa

Mit dem Produktionsstart im Werk von Steyr Automotive beginnt für SuperPanther der Übergang vom Pilotbetrieb in die Serienfertigung für den europäischen Markt. Nach Angaben des Unternehmens lief am 27. Juli die erste seriengefertigte elektrische 4×2-Sattelzugmaschine des Typs eTopas 600 vom Band.

Die Endmontage, Inbetriebnahme und Qualitätsabnahme erfolgen in Steyr. SuperPanther liefert unter anderem die elektrische Antriebsachse, die Leistungselektronik und das Thermomanagement. Weitere Komponenten stammen nach Unternehmensangaben von europäischen Zulieferern wie ZF, Schaeffler, Aumovio, Infineon, Michelin, Continental, Goodyear und Castrol.

Erste Fahrzeuge gehen in den Praxiseinsatz

Mit dem Produktionsstart wurden auch die ersten Serienfahrzeuge an Kunden übergeben. Dazu zählen der Logistikdienstleister DHL, das deutsche Transport- und Logistikunternehmen GRESS, der österreichische Handelskonzern TEMMEL sowie der Nutzfahrzeugdienstleister LONTEX, der in Polen und Tschechien aktiv ist.

Feierliche Übergabezeremonie mit den ersten Abnehmern des SuperPanther eTopas 600: DHL, GRESS, TEMMEL und LONTEX (Quelle: SuperPanther)

Nach Angaben von SuperPanther werden die Fahrzeuge künftig im regulären Betrieb in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Polen und Tschechien eingesetzt.

Fernverkehr im Fokus

Der eTopas 600 ist für ein Gesamtzuggewicht von bis zu 42 Tonnen ausgelegt und verfügt über eine 621-kWh-LFP-Batterie von CATL.

Die Testflotte absolvierte nach Unternehmensangaben seit März mehr als 70.000 Kilometer im Realbetrieb in Deutschland und Österreich. Der durchschnittliche Energieverbrauch habe dabei bei rund 0,94 kWh pro Kilometer gelegen. Unter europäischen Einsatzbedingungen erreiche das Fahrzeug eine Reichweite von rund 600 Kilometern.

Für das Laden stehen CCS2-Anschlüsse auf beiden Fahrzeugseiten zur Verfügung. Mit zwei geeigneten Schnellladepunkten könne die Batterie laut Hersteller in weniger als 38 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden.

Der eTopas 600 in Europa im Einsatz. (Quelle: SuperPanther)

Service über Alltrucks

Für Wartung und Reparaturen kooperiert SuperPanther mit dem markenunabhängigen Werkstattnetz Alltrucks, das auch einen 24-Stunden-Pannendienst umfasst. Parallel baut das Unternehmen nach eigenen Angaben eigene Strukturen für Ersatzteillogistik, Ferndiagnose und Software-Updates auf.

Chinesische Hersteller bauen ihre Präsenz in Europa aus

Mit dem Produktionsstart in Steyr setzt sich ein Trend fort, der sich seit einiger Zeit auf dem europäischen Nutzfahrzeugmarkt abzeichnet. Neben SuperPanther treiben auch chinesische Hersteller wie Sinotruk, Windrose, Sany, BYD und Farizon ihre Expansion nach Europa voran.

Viele Unternehmen setzen dabei auf lokale Montage, europäische Zulieferer und den Aufbau eigener Service- und Vertriebsstrukturen. Ziel ist es, sich im wachsenden Markt für batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge zu etablieren.

Der zunehmende Wettbewerb beschäftigt auch die europäischen Hersteller. Scania-Chef Christian Levin erklärte im Juni, Europa müsse bei der Industrialisierung neuer Technologien deutlich schneller werden und könne dabei von China lernen. Andernfalls drohe die europäische Nutzfahrzeugindustrie weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.

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