Scania baut einen extralangen und extrem schweren E-LKW

Das schwedische Unternehmen Jula Logistics setzt bereits einen 32 Meter langen LKW von Scania als Hochleistungstransporter ein. Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt, der Lang-LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 64 Tonnen wird jetzt elektrifiziert.

Scania baut einen extralangen und extrem schweren E-LKW
Foto: Scania

Europäische LKW dürfen 40 Tonnen transportieren und einen 12-Meter-Container mitführen. Seit 2015 setzt Jula Logistics ein Fahrzeug ein, das doppelt so groß ist, d. h. zwei Container transportiert und 32 Meter lang ist. In der ersten Jahreshälfte 2022 soll dieser Lang-LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 64 Tonnen jetzt auch als E-LKW in Betrieb genommen werden. Dies ist das jüngste Beispiel für eine nachhaltige Transportlösung, die Scania in enger Zusammenarbeit mit einem fortschrittlichen Kunden entwickelt.

Wir nutzen den intermodalen Verkehr, bei dem unsere Fracht mit dem Schiff im Hafen von Göteborg ankommt und auf einen Zug verladen wird, der nach Falköping fährt. Von dort aus wird die Ladung per LKW das letzte Stück bis zu unserem Lager in Skara transportiert. Diese Transportkette noch nachhaltiger zu gestalten, indem wir einen LKW einsetzen, der mit Strom aus den Solarzellen betrieben wird, die wir auf dem Dach unseres Lagers errichten werden, ist einfach fantastisch», sagt Lennart Karlsson, CEO von Jula Logistics.

Der E-LKW soll lange Strecken fahren

Scania simuliert und realisiert zukünftige Lösungen mit Kunden und Partnern. So ermöglicht es Scania Jula Logistics mit dem besonders langen und schweren Truck, die 60 Kilometer lange Strecke von der Zughaltestelle in Falköping bis zum Lager in Skara mehrmals zu durchfahren.

Der neue, extrem lange und schwere Elektro-LKW ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein enger Dialog mit den Kunden es uns ermöglicht, ein einzigartiges Fahrzeug zu bauen, das die Anforderungen des jeweiligen Kunden bereits in einem sehr frühen Stadium erfüllt, auch für ein Modell, das nicht in Serie geht”, sagt Fredrik Allard, Head of E-Mobility bei Scania.

Von der Idee bis hin zum XXL-E-LKW

Vorab werden eine detaillierte Übersicht über den Energieverbrauch, ein optimierter Routenplan und der Ladebedarf simuliert, sodass der Transportfluss möglich ist. Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit mit Jula Logistics wird darin bestehen, den Ladeprozess, die dazugehörige Infrastruktur und den gesamten Ablauf rechtzeitig zu optimieren.

Unsere Partnerschaft mit Scania zeigt, dass dies technisch möglich ist, aber wir müssen auch eine langfristige Möglichkeit schaffen, diese längeren Fahrzeuge zu fahren, die es uns ermöglichen, eine größere Menge an Ladung auf dem letzten Teil unseres intermodalen Flusses zu haben”, sagt Karlsson.

Beide Unternehmen streben gemeinsam eine langfristige Partnerschaft hinsichtlich einer umfassenden Elektrifizierung der Transporte des Logistikdienstleisters an. Die Elektrifizierung dieses 32 Meter langen Scania-LKW sei erst der Anfang, so Scania.

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