Die Traton SE und der US-amerikanische LKW-Hersteller Navistar International Corporation haben eine grundsätzliche Einigung darüber erzielt, dass Traton im Wege einer Verschmelzung alle Aktien von Navistar erwerben wird.

Traton hält bereits eine Beteiligung in Höhe von 16,8 Prozent an Navistar. Jetzt will die Tochtergesellschaft von VW alle Aktien,  die nicht bereits von ihr gehalten werden, zu einem Preis von 44,50 US-Dollarn je Navistar-Aktie erwerben. Insgesamt soll sich der Deal auf 3,69 Milliarden US-Dollar belaufen.

Wir sind erfreut darüber, nach intensiven Verhandlungen mit Navistar eine grundsätzliche Einigung über eine Transaktion erzielt zu haben. Wir freuen uns darauf, unsere Due Diligence abzuschließen und die notwendigen Genehmigungen für diese spannende Transaktion zu erhalten, um das neue Mitglied der Traton-Familie willkommen zu heiße, sagte Matthias Gründler, Vorstandsvorsitzender der Traton SE.

Diese grundsätzliche Einigung steht unter dem Vorbehalt eines für Traton zufriedenstellenden Abschlusses der Due Diligence, der Einigung über den Abschluss des Verschmelzungsvertrages und der zugehörigen Transaktionsdokumente sowie der Genehmigung der Transaktion durch die Vorstände und die Aufsichtsräte von Traton sowie der Volkswagen AG und dem Board of Directors und der Aktionärsversammlung von Navistar.

Ärger um Traton

Der Erwerb der Aktien ist für Traton von großer Bedeutung, da sich das Unternehmen dadurch den Zugang zu dem nordamerikanischen Markt verschaffen würde, was nicht ohne Bedeutung ist für eine Gesellschaft, die sich mitten in einer Umstrukturierung befindet.

In den en ersten drei Monaten des Jahres 2020 hat Traton aufgrund der Corona-Krise Rückgänge bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnet. Bei den LKW wurde ein Rückgnag von 21 % von 53.000 auf 42.000  Fahrzeuge verzeichnet. Deshalb hat VW-Tochter Traton damals staatliche Förderprämien für Elektroautos,  Benziner und Diesel der Abgasstufe Euro 6 gefordert.

Foto: Traton

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