RZD Logistics JSC und die FESCO Transport Group haben eine gemeinsame intermodale Verbindung, die Transsibirische Landbrücke, für eine schnelle Lieferung von Gütern von Japan nach Europa gestartet. Der erste Testcontainer wurden am 23. Mai im Hafen von Yokohama versendet.

Die intermodale Transportkette der Transsibirischen Landbrücke beginnt im Hafen von Yokohama und endet in Europa. Die Gesamtlieferzeit beträgt 19 Tage ( zum Vergleich: der Seetransport über den Suezkanal dauert 45 Tage). Der Testcontainer wird voraussichtlich Mitte Juni in Breslau in Polen ankommen.

Das Joint Venture RZD Logistics JSC und  FESCO Transport Group erhofft sich, dass besonders Autoteile und Konsumgüter über die Transsibirische Landbrücke nach Europa geliefert werden.  Die Arbeitsaufteilung zwischen den beiden Unternehmen wird wie folgt verlaufen: FESCO wird für den Seeweg, den Hafenumschlag und die Bereitstellung der Containerflotte zuständig sein, RZD Logistics hingegen für die Organisation des Schienenverkehrs.

Mit diesem Projekt wollen wir unser Potenzial für die Zusammenarbeit mit Japan in der Praxis unter Beweis stellen, indem wir moderne, wettbewerbsfähige Transportprodukte anbieten. Gemeinsam mit dem japanischen Verkehrsministerium haben wir vereinbart, eine multimodale Strecke durch die fernöstlichen Häfen Russlands und die Transsibirische Eisenbahn zu entwickeln, sagte Alexander Mischarin,  stellvertretender Generaldirektor der Russischen Eisenbahnen.

Wie Mischin betont, haben die Russischen Eisenbahnen in den letzten fünf Jahren mehr als 5 Milliarden US-Dollar (rund 300 Milliarden Rubel) in den Ausbau der Bahnstrecken im Osten Russlands investiert, so dass das Transportvolumen auf dieser Strecke dadurch in letzter Zeit um mehr als ein Drittel gewachsen ist.

Heute werden jährlich 3 Millionen TEU Güter zwischen Japan und Europa über den Suezkanal abgewickelt. Gemeinsam mit den Kollegen der Russischen Eisenbahnen haben wir nun die Möglichkeit, unseren Kunden einen wesentlich schnelleren und effizienteren Service anzubieten – die Transsibirische Eisenbahn.  Ich bin sicher, dass die Nachfrage für die Transsibirische Landbrücke seitens Japan hoch sein wird und dazu beitragen wird, unsere Kooperation weiter zu stärken und auszubauen, sagt Alexander Isurin, Präsident von FESCO.

Der neue Service soll Kunden bereits im Juni 2019 zur Verfügung zu stehen.

Foto: Wikimedia

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