Im Rahmen eines Kostensenkungsplans will Volkswagen die Fertigung nach Polen verlagern. Laut dem Konzern kann man „Nutzfahrzeuge für 20.000 Euro in Deutschland schlicht nicht mehr bauen ohne draufzulegen”.

Ende Juni hat VWN-Chef Thomas Sedran im Interview mit der „Automobilwoche” angekündigt, dass Volkswagen die Fertigung teilweise nach Polen verlagern möchte.

Der Grund für die Entscheidung sind die hohen Fertigungskosten in Deutschland. Laut Sedran kann man „Nutzfahrzeuge für 20.000 Euro in Deutschland schlicht nicht mehr bauen ohne draufzulegen”.

Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2029

Für das Stammwerk in Niedersachsen bedeutet diese Entscheidung einen massiven Stellenabbau: rund 5000 Stellen sollen gestrichen werden.

Ein weiterer Hebel unseres Kostensenkungsplans ist, über natürliche Fluktuation am Standort Hannover die Belegschaft von 15.000 auf 10.000 Mitarbeiter zu reduzieren, sagte Sedran der „Automobilwoche” gegenüber.

Laut dem Manager gilt aber zunächst bis Ende 2029 eine Arbeitsplatzgarantie.

Die Werke in Deutschland sollen künftig auf die Fertigung von Premium-Nutzfahrzeugen ausgerichtet sein. So soll zum Beispiel in Hannover der vollelektrische ID Buzz ab 2022 hergestellt werden.

Tesla hat Ähnliches vor

Wie es scheint wird die erste europäische Gigafactory im brandenburgischen Grünheid kleiner sein als zunächst geplant. Dem Nachrichtenportal Bloomberg zufolge hat Tesla Behörden Planungsunterlagen vorgelegt,  denen nach die Gebäudegröße um 30 Prozent reduziert wurde. Auch soll in Berlin keine Batteriefertigungs- und Montageabteilung mehr entstehen. Medienspekulationen zufolge könnte das bedeuten, dass die Fertigung in ein anderes Land, zum Beispiel Polen, verlagert werden könnte.

Foto: Wikimedia

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