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Werden Spritzuschläge in Spanien verlängert? Erste Stellungnahme der Regierung

Die spanische Regierung erwägt eine Verlängerung der Kraftstoffzuschläge für Spediteure bis Ende des Jahres, schreibt das Portal Diario de Transporte. Davon könnten nicht nur lokale Transportunternehmen profitieren.

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Maria Jose Rallo, die spanische Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr, Mobilität und die Stadtentwicklung (MITMA), erklärte den Vertretern des Verkehrssektors auf einer Versammlung des spanischen Verbandes der Straßentransportorganisationen CONETRANS, dass die Möglichkeit bestehe, die Kraftstoffsubventionen zu verlängern.

Auch ausländische Transportunternehmen, die in Spanien tätig sind, könnten von dieser möglichen Verlängerung der Subventionen profitieren. Die Regierung hat kürzlich angekündigt, dass solche Subventionen auch an ausländische Transportunternehmen gezahlt werden sollen. Zudem sollen sie auch rückwirkend gezahlt werden.

In Spanien wurden im Januar dieses Jahres Kraftstoffzuschläge eingeführt. Die für dieses Jahr vorgesehene Beihilfe für LKW über 7,5 t mit Dieselmotor beträgt 20 Eurocent pro Liter vom 1. Januar bis 31. März und 10 Eurocent vom 1. April bis 30. Juni. Für Gas liegen die Sätze bei 27 Cent bzw. 14 Cent. Der Gesamtbetrag der Beihilfen darf 2 Millionen Euro brutto (d. h. vor Steuern und anderen Abzügen, einschließlich der Beihilfen für verbundene Unternehmen) nicht überschreiten.

Die Entscheidung, ausländischen Unternehmen den Zuschlag zu erteilen, gefiel den spanischen Spediteuren nicht. Der Verband der lokalen Transportunternehmen Fenadismer ist der Ansicht, dass dies den Wettbewerb gegen die – nach Ansicht des Verbandes – unfaire Konkurrenz aus Osteuropa, der spanische Unternehmen ausgesetzt sind, nur verschärfen wird.

Fenadismer ist der Ansicht, dass die neuen Rechtsvorschriften „Briefkastenfirmen” begünstigen werden, die von spanischen Unternehmern in Ländern mit niedrigeren Steuern und Arbeitskosten gegründet werden, faktisch aber nur in Spanien tätig sind.

Während des CONETRANS-Kongresses kündigte der stellvertretende Minister Rallo auch den Plan „Reconduce” (Neuausrichtung) an, der den Beruf des Kraftfahrers interessanter machen soll. Er versprach außerdem, dass das Ministerium eine eingehende Analyse des Sektors durchführen werde, um dessen Probleme zu verstehen und Lösungen vorzuschlagen.

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