Ein 44-jähriger Lkw-Fahrer und sein Arbeitgeber werden tief in die Tasche greifen müssen. Aufgrund der Tatsache, dass der Trucker fast ununterbrochen 63 Stunden unterwegs war, wurden gegen den Mann und das Unternehmen empfindliche Geldstrafen verhängt.

Der rumänische Fahrer wurde bereits im Juli des vergangenen Jahres durch die Autobahnpolizeistation Kirchroth aus dem Verkehr gezogen. Während der Kontrolle bemerkten die Beamten, dass die dem Fahrtenschreiber entnommenen Daten mit den zurückgelegten Kilometern sowie der dafür notwendigen Zeit nicht übereinstimmten. Auch die einzelnen Lade- bzw. Abladestationen standen unter Verdacht. Aus diesem Grund vermuteten die Polizisten, dass der Trucker eine weitere Fahrerkarte besitzen musste.

Dank der in der Lkw-Kabine gefundenen Tankkarte wurden die Ermittler auf die richtige Spur gebracht. Sie konnten feststellen, wo genau der Rumäne getankt hatte. Aufgrund der Videoaufnahme einer der Tankstellen in Österreich konnte ein Zeitfenster nachgewiesen werden, in dem der Fahrer mit seinem Fahrzeug tatsächlich unterwegs gewesen war, obwohl er im Fahrtenschreiber eine andere Fahrerkarte verwendet hatte.

Danach wurden auch viele weitere Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht festgestellt und bewiesen. Das gesamte Ermittlungsverfahren dauerte rund acht Monate und endete endgültig mit hohen Geldstrafen sowohl für den Lkw-Fahrer als auch für die Spedition. Der Mann muss 39.500 EUR bezahlen, für das Unternehmen sind das 118.500 EUR.

Foto:  Bundespolizei Bayern (Symbolbild)

 

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