Rijkswaterstaat

A27-Sperrung: Polizei stoppt weiterhin ausländische Lkw

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Am ersten Tag der verschärften Kontrollen an der Merwedebrücke wurden 34 Bußgelder verhängt. Gleichzeitig zeigte sich, dass Kameras viele im Ausland zugelassene Lkw nicht zuverlässig erfassen und ahnden können. Deshalb hält die niederländische Polizei Fahrzeuge auf der A27 an. Der Schwerverkehr soll vollständig von der strukturell geschwächten Brücke fernbleiben.

Dieser Text wurde mit Unterstützung eines automatischen Übersetzungstools erstellt. Es kann daher zu inhaltlichen und sprachlichen Ungenauigkeiten kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Auf einen Blick:

  • Am ersten Kontrolltag an der Merwedebrücke verhängten die Behörden 34 Bußgelder in Höhe von jeweils 500 Euro.
  • Drei Motorradpolizisten halten Fahrzeuge an und leiten sie zu einem nahe gelegenen Ort weiter, an dem die erforderlichen Formalitäten erledigt werden.
  • Ein einzelner Kontrollvorgang dauert rund 30 Minuten – insbesondere dann, wenn ein Dolmetscher benötigt wird.
  • Nach Angaben von Rijkswaterstaat überqueren täglich noch etwa 570 Lkw die Brücke. Vor der Sperrung waren es ungefähr 18.000.
  • Viele im Ausland zugelassene Fahrzeuge können weiterhin nicht automatisch mit einem Bußgeld belegt werden. Kontrollen vor Ort bleiben deshalb unverzichtbar.

Am Montag, dem 17. August 2026, startete die gemeinsame Kontrollaktion von Polizei und Rijkswaterstaat. Bereits der erste Einsatztag machte deutlich, dass Kontrollen vor Ort deutlich mehr Zeit und Personal erfordern als eine automatisierte Überwachung per Kamera.

Die Einsatzkräfte ziehen Lkw und Reisebusse aus dem Verkehr, die gegen die Sperre verstoßen, und leiten sie zu einer nahe gelegenen Stelle weiter. Dort wird der Verstoß offiziell aufgenommen. Ein Halt führt dabei nicht zwangsläufig sofort zu einem Bußgeld. Laut Rijkswaterstaat kann sich die Abwicklung insbesondere bei ausländischen Fahrern wegen notwendiger Übersetzungen erheblich verlängern. Pro Kontrolle werden etwa 30 Minuten benötigt.

34 Bußgelder am ersten Kontrolltag

Am Ende des ersten Tages standen 34 Bußgelder in Höhe von jeweils 500 Euro zu Buche. Die Kontrollen sollen bis Freitag weiterlaufen. Rijkswaterstaat will damit nicht nur Verstöße ahnden, sondern auch weitere Fahrten über die gesperrte Brücke verhindern und die Einhaltung der Sperre durchsetzen.

Die Aktion soll die Fahrer warnen und sie davon abhalten, die Sperre zu missachten, erklärte ein Sprecher der Straßenbehörde.

Ziel ist, dass kein einziger Lkw und kein Reisebus die Brücke mehr nutzt.

Die jüngsten Zahlen, die Rijkswaterstaat dem niederländischen Sender NOS genannt hat, zeigen das Ausmaß der Entwicklung. Vor Einführung der Sperre fuhren täglich rund 18.000 Lkw über die Merwedebrücke. Nachdem die Querung für den Schwerverkehr gesperrt wurde, sank die Zahl auf etwa 570 Fahrzeuge pro Tag.

Diese Zahl muss jedoch auf null sinken, betonte der Sprecher von Rijkswaterstaat.

Damit ist der Rückgang deutlich stärker als in früheren Statistiken. Anfang August sollen noch etwa 1.600 Lkw und Reisebusse täglich gegen die Sperre verstoßen haben. Die neuesten Daten zeigen zwar einen weiteren Rückgang, von einem Ende der Verstöße kann aber noch keine Rede sein.

Ausländische Kennzeichen erschweren die Kontrolle

Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung stellen die Behörden weiterhin vor die größten praktischen Probleme. Das ANPR-Kamerasystem an der Merwedebrücke kann Bußgeldverfahren bislang vor allem bei Fahrzeugen mit niederländischen Kennzeichen automatisiert einleiten. Viele ausländische Lkw müssen dagegen persönlich angehalten werden, damit der Fahrer identifiziert und der Verstoß geahndet werden kann.

Deshalb sind drei Motorradpolizisten Teil des Einsatzes. Sie können Fahrzeuge direkt stoppen, von der Strecke wegführen und dafür sorgen, dass auch ausländische Fahrer belangt werden.

Nach Angaben von Rijkswaterstaat machen Fahrzeuge mit ausländischer Zulassung inzwischen einen erheblichen Anteil des Schwerverkehrs aus, der die Brücke weiterhin überquert.

Automatische Bußgelder für ausländische Transportunternehmen könnten 2027 ausgeweitet werden

Die Durchsetzung der Sperre scheitert derzeit sowohl an rechtlichen als auch an technischen Grenzen. Die Vorschriften der Europäischen Union sehen einen umfangreicheren grenzüberschreitenden Austausch von Daten zu Verkehrsverstößen vor. Damit sollen die Mitgliedstaaten Halter ausländischer Fahrzeuge leichter ermitteln und Bußgeldbescheide direkt an sie versenden können.

Eine breitere Anwendung dieser Verfahren ist für 2027 vorgesehen. Bis die neuen Regelungen vollständig umgesetzt sind, müssen viele ausländische Lkw weiterhin gemeinsam mit ihren Fahrern vor Ort angehalten werden.

Niederländische Medien berichten, dass unter anderem Deutschland, Frankreich und Schweden bereits eigene Vereinbarungen mit den Niederlanden geschlossen haben. Diese ermöglichen einen früheren automatisierten Datenaustausch. Für viele ausländische Transportunternehmen ändert das an der Merwedebrücke jedoch zunächst wenig: Kontrollen vor Ort bleiben das wichtigste Mittel, um die Sperre durchzusetzen.

Sperre gilt seit einem Monat

Seit dem 18. Juli 2026, 17.30 Uhr, dürfen Lkw und Reisebusse die Merwedebrücke nicht mehr befahren. Vorausgegangen war die Feststellung, dass der Stahl in mehreren Bereichen der Bogenkonstruktion schwächer ist als bislang angenommen. Rijkswaterstaat konnte deshalb nicht mehr gewährleisten, dass die Brücke dem Gewicht des Schwerverkehrs sicher standhält.

Seit dem 25. Juli wird die Sperre zusätzlich mit ANPR-Kameras überwacht. Das System liest die Kennzeichen automatisch ein und erfasst die Fahrzeuge. Wer die Beschränkung missachtet, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen.

Pkw, Motorräder und leichte Nutzfahrzeuge dürfen die Brücke weiterhin passieren. Ausgenommen sind außerdem reguläre Linienbusse und Einsatzfahrzeuge.

Polizei kann unangekündigt wieder kontrollieren

Die aktuelle Kontrollaktion wurde im Voraus angekündigt und läuft bis Freitag. Rijkswaterstaat räumt allerdings ein, dass noch nicht absehbar ist, ob die Zahl der Verstöße nach dem Ende der verstärkten Kontrollen dauerhaft niedrig bleibt.

Die Polizei kann selbstverständlich auch unangekündigte Kontrollen durchführen, erklärte der Sprecher der Straßenbehörde.

Das Ende der laufenden Aktion bedeutet daher nicht automatisch, dass anschließend ausschließlich die Kameras zum Einsatz kommen. Solange die Sperre gilt, müssen Lkw-Fahrer auf der A27 in der Nähe von Gorinchem weiterhin mit Kontrollen vor Ort rechnen.

Rijkswaterstaat stellt klar: Letztlich darf kein einziges von der Sperre betroffenes Fahrzeug die geschwächte Brücke überqueren.

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