Rijkswaterstaat

A27: 215 Bußgelder nach fünftägigen Kontrollen an der Merwedebrug

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Eine fünftägige Kontrollaktion an der Merwedebrug auf der niederländischen A27 führte zu 215 Bußgeldern gegen Fahrer von Lkw und Reisebussen, die das dort geltende Durchfahrtsverbot missachtet hatten. Die gemeinsame Aktion von Polizei und Rijkswaterstaat ist beendet. Die Überwachung läuft jedoch weiter: Kameras bleiben aktiv, unangekündigte Kontrollen sind jederzeit möglich.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Zentrale Fakten:

  • Zwischen dem 17. und 21. August 2026 verhängte die Polizei an der Merwedebrug 215 Bußgelder.
  • Die Kontrollen richteten sich vor allem gegen Lkw mit ausländischen Kennzeichen.
  • Der Lkw-Verkehr auf der Brücke ist seit Einführung des Verbots um mehr als 97 Prozent zurückgegangen.
  • Trotzdem überqueren weiterhin rund 500 schwere Fahrzeuge täglich die Brücke.
  • Rijkswaterstaat setzt die digitale Kontrolle per Kamera fort. Die Polizei kann zudem unangekündigte Kontrollen durchführen.
  • Nach den Ferien rechnet der Betreiber mit mehr Güterverkehr und prüft weitere Maßnahmen.

Die verschärften Kontrollen auf der A27 begannen am 17. August. Obwohl das Verbot zu diesem Zeitpunkt bereits seit einem Monat in Kraft war, überquerten weiterhin täglich Hunderte Lkw die Brücke. Am ersten Tag stellte die Polizei 34 Verstöße fest. Nach Abschluss des fünftägigen Einsatzes wurden insgesamt 215 Bußgelder verhängt.

Rijkswaterstaat will die derzeit rund 500 täglichen Überquerungen weiter reduzieren. Langfristig soll kein schweres Fahrzeug mehr die Merwedebrug nutzen.

215 Bußgelder in fünf Tagen

Rijkswaterstaat und die Polizei führten den gemeinsamen Einsatz vom 17. bis 21. August durch. Die Beamten konzentrierten sich auf Lkw mit ausländischen Kennzeichen, weil eine automatische Ahndung bei diesen Fahrzeugen besonders schwierig ist. Erwischten die Einsatzkräfte einen Fahrer bei einem Verstoß, stoppten sie ihn direkt am Straßenrand und leiteten ihn zu einer Kontrollstelle weiter, an der die erforderlichen Formalitäten erledigt wurden. Das konnte rund 30 Minuten dauern – insbesondere dann, wenn ein Dolmetscher benötigt wurde.

Am ersten Einsatztag wurden 34 Bußgelder verhängt. Nach fünf Tagen war die Zahl auf 215 gestiegen. Für die unerlaubte Überquerung der Merwedebrug wird ein Bußgeld von 500 Euro fällig.

Mehr als 97 Prozent weniger Lkw auf der Brücke

Das Verbot für Lkw und Reisebusse gilt auf der Merwedebrug seit dem 18. Juli 2026. Auslöser waren Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit von Stahlteilen der Brückenkonstruktion. Nach Inkrafttreten der Beschränkung ging der Schwerverkehr deutlich zurück.

Nach dem Kontrolleinsatz teilte Rijkswaterstaat mit, dass die Zahl der Lkw-Überquerungen um mehr als 97 Prozent gesunken ist. Dennoch missachten täglich noch rund 500 schwere Fahrzeuge das Verbot. Das sind deutlich weniger als noch wenige Wochen zuvor: Anfang August überquerten noch etwa 1.600 Lkw und Reisebusse pro Tag die Brücke, Mitte August waren es laut Rijkswaterstaat rund 570 Fahrzeuge. Vor Einführung der Beschränkung lag das tägliche Verkehrsaufkommen bei ungefähr 18.000 Lkw.

Für den Betreiber ist der Rückgang jedoch noch nicht ausreichend. Rijkswaterstaat zufolge muss der Lkw- und Reisebusverkehr vollständig auf null sinken, damit die Brücke für andere Fahrzeuge möglichst lange geöffnet bleiben kann.

Kontrollaktion beendet, Überwachung läuft weiter

Die fünftägige Polizeikontrolle ist abgeschlossen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Vorschriften gelockert wurden. Die digitale Kontrolle durch Kameras bleibt aktiv. Zudem kann die Polizei jederzeit weitere unangekündigte Straßenkontrollen durchführen.

Das ist insbesondere für ausländische Transportunternehmen relevant. Bußgeldbescheide auf Grundlage von Kameraaufnahmen automatisch zuzustellen, ist bei Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen weiterhin komplizierter als bei in den Niederlanden zugelassenen Fahrzeugen. Deshalb waren die direkten Kontrollen am Straßenrand während des jüngsten Einsatzes besonders wichtig.

Nach den Ferien wird mehr Verkehr erwartet

Der Infrastrukturbetreiber bereitet sich bereits auf die nächste Phase vor. In den Niederlanden und den angrenzenden Ländern endet die Ferienzeit Ende August. Rijkswaterstaat rechnet daher ab Anfang September mit einem Anstieg des Güterverkehrs auf den Straßen – auch im Bereich der Merwedebrug.

Die Entwicklung soll eng beobachtet werden. Gemeinsam mit weiteren Beteiligten und den örtlichen Behörden prüft Rijkswaterstaat verschiedene Szenarien und bewertet, ob zusätzliche Schritte erforderlich sind. Welche konkreten Lösungen infrage kommen, wurde bislang nicht mitgeteilt.

Hinweise in zehn Sprachen und Verkehrsposten vor Ort

Bußgelder und Kameras sind nur ein Teil des Systems zur Durchsetzung des Verbots. Rijkswaterstaat hat außerdem Hinweisschilder in zehn Sprachen an Grenzübergängen und Zufahrtsstraßen aufgestellt. Weitere Schilder stehen an Ein- und Ausfahrten sowie an Straßen, die unter der Brücke hindurchführen. Auf bereits vorhandenen Verkehrsschildern weisen zusätzliche Piktogramme auf die Beschränkung hin.

Auch elektronische Überkopfanzeigen machen auf das Verbot aufmerksam. Verkehrsposten an der Auffahrt Avelingen und an der Ausfahrt Werkendam sollen zusätzlich verhindern, dass verbotene Fahrzeuge in Richtung Brücke weiterfahren.

Das Durchfahrtsverbot gilt weiterhin

Das Ende der fünftägigen Kontrollaktion ändert nichts an den geltenden Regeln an der Merwedebrug. Lkw und Reisebusse dürfen die Brücke weiterhin nicht überqueren. Wer die Beschränkung ignoriert, muss sowohl mit einer Ahndung auf Grundlage von Kameraaufnahmen als auch mit einer Polizeikontrolle rechnen.

Die Zahlen zeigen, dass die Mitte Juli eingeführten Maßnahmen Wirkung zeigen: Der Lkw-Verkehr ist um mehr als 97 Prozent zurückgegangen. Rijkswaterstaat betrachtet die Situation jedoch nicht als gelöst, solange täglich noch rund 500 unerlaubte Überquerungen registriert werden.

Nach dem Ende der Ferien könnte der Verkehr auf der Strecke wieder zunehmen. Der Infrastrukturbetreiber will die Lage deshalb weiter beobachten und schließt zusätzliche Maßnahmen gegen Fahrer, die das Verbot missachten, nicht aus.

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