Das Amazon-Lager BHX2 in Swinfen Vale. Bildnachweis: @ Aethonatic

Amazon bietet Bulk-Lagerung jetzt in fünf europäischen Märkten an

Lesezeit 4 Min.

Amazon erweitert sein Logistikangebot in Europa: Mit Amazon Warehousing and Distribution können Händler größere Warenbestände zentral lagern und bei Bedarf automatisch in das Fulfilment-by-Amazon-Netzwerk nachliefern lassen. Der Dienst startet in fünf wichtigen Märkten und geht damit über die reine Auftragsabwicklung und Paketzustellung hinaus.

Dieser Text wurde mit Unterstützung eines automatischen Übersetzungstools erstellt. Es kann daher zu inhaltlichen und sprachlichen Ungenauigkeiten kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die wichtigsten Punkte:

  • Amazon Warehousing and Distribution ist im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verfügbar.
  • Händler können größere Bestände außerhalb der üblichen FBA-Kapazitätsgrenzen einlagern.
  • Amazon führt Waren abhängig von der Nachfrage automatisch in seine Logistikzentren nach.
  • Bestände für Kontinentaleuropa werden zunächst in Deutschland gelagert.
  • Für berechtigte Bestände entfallen im vierten Quartal die Lagergebühren. Bearbeitungs- und Transportkosten bleiben jedoch bestehen.

Amazon Warehousing and Distribution, kurz AWD, ist seit dem 20. August in Europa verfügbar. Der Dienst wurde 2022 in den Vereinigten Staaten eingeführt und ist nun erstmals außerhalb der USA erhältlich.

Händler müssen ihre Waren damit nicht mehr vollständig direkt an Fulfilment-by-Amazon-Zentren schicken. Größere Mengen können zunächst in vorgelagerten Verteilzentren gelagert werden. Amazon kann die Bestände anschließend abhängig von der Nachfrage in sein FBA-Netzwerk weiterleiten. Für Händler verringert sich dadurch der Aufwand, jede Nachlieferung selbst zu planen und zu organisieren.

AWD-Bestände werden außerdem nicht auf die regulären FBA-Kapazitätsgrenzen angerechnet. Das kann Händlern zusätzlichen Spielraum verschaffen, um sich frühzeitig auf saisonale Nachfragespitzen vorzubereiten.

Obwohl Amazon den Dienst in fünf Märkten anbietet, gibt es nicht in jedem Land ein eigenes AWD-Lager. Die kontinentaleuropäischen Standorte befinden sich in Deutschland und versorgen die deutschen, französischen, italienischen und spanischen Marktplätze. Für das Vereinigte Königreich gibt es einen separaten Standort.

Lagerung ist nur ein Teil der Kosten

Amazon wirbt für AWD mit festen Lagerpreisen und ohne langfristige Bindung. Der veröffentlichte Basistarif beträgt im Vereinigten Königreich 0,36 Pfund Sterling pro Kubikfuß und Monat, in der Europäischen Union 12,33 Euro pro Kubikmeter. Händler, die die Voraussetzungen des Smart-Storage-Modells erfüllen, können von niedrigeren Sätzen profitieren.

Die Lagergebühr ist allerdings nicht der einzige Kostenpunkt. Für die Bearbeitung bei Ein- und Auslagerung können zusätzliche Gebühren anfallen. Hinzu kommen Transportkosten, wenn Waren von einem AWD-Standort in ein FBA-Logistikzentrum gebracht werden.

Um die Nutzung vor Black Friday und dem Weihnachtsgeschäft zu fördern, erlässt Amazon für berechtigte Bestände in europäischen AWD-Zentren im Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 die Lagergebühren. Bearbeitung und Transport werden weiterhin berechnet. Amazon empfiehlt Händlern mit Blick auf die Hochsaison, ihre Waren bis zum 7. Oktober bei AWD einzuliefern und bis zum 10. Oktober eine FBA-Nachlieferung zu erstellen.

Die Bedingungen des Programms sehen weitere Einschränkungen vor. In Europa steht derzeit keine eigenständige Warenentnahme zur Verfügung. Außerdem können sich aus der Lagerung in Deutschland oder im Vereinigten Königreich steuerliche Pflichten sowie zusätzliche Anforderungen an die Berichterstattung ergeben.

Amazon übernimmt weitere Aufgaben in der vorgelagerten Lieferkette

Amazon hatte AWD 2022 in den USA als Bindeglied zwischen den Großbeständen von Herstellern und Importeuren und den auf die Kundenbelieferung ausgerichteten Logistikzentren des Konzerns eingeführt. Mit dem europäischen Start wird dieses Modell auf fünf der größten E-Commerce-Märkte der Region ausgeweitet.

Der Schritt entspricht Amazons übergeordnetem Ziel, die eigene Logistikinfrastruktur auch anderen Unternehmen zugänglich zu machen. Im Mai stellte der Konzern Amazon Supply Chain Services vor. Das Angebot umfasst Frachttransport, Lagerung, strategische Bestandsplatzierung, Auftragsabwicklung und Paketzustellung.

Mit der Lagerung größerer Warenmengen und der automatisierten Nachversorgung in Europa übernimmt Amazon weitere Aufgaben, die traditionell bei Händlern und unabhängigen Logistikdienstleistern liegen. Händler erhalten dadurch einen stärker integrierten Zugang zu FBA, könnten zugleich aber bei einem größeren Teil ihrer Lieferkette von Amazon abhängig werden.

Tags:

Auch lesen