Das Wichtigste in Kürze
- Amazon-Transportpartner erhalten Zugang zu weiteren öffentlichen Schnellladeparks von Aral pulse in Deutschland.
- Die Vereinbarung umfasst auch den Ladepark in Königs Wusterhausen an der A10 bei Berlin.
- Seit Beginn der Zusammenarbeit 2022 haben beteiligte Transportunternehmen mehr als eine Million Kilowattstunden Strom an Aral-pulse-Ladepunkten bezogen.
- Bis Ende 2026 sollen mehr als 50 batterieelektrische Lkw im deutschen Amazon-Transportnetz unterwegs sein.
Öffentliche Ladeinfrastruktur für Amazon-Transportpartner
Mit der erweiterten Vereinbarung wollen Amazon und Aral pulse die Ladeinfrastruktur für schwere elektrische Nutzfahrzeuge besser zugänglich machen. Die im Amazon-Netzwerk tätigen Transportunternehmen sollen künftig an zusätzlichen öffentlichen Schnellladestandorten von Aral pulse Strom beziehen können.
Zu den einbezogenen Standorten gehört der Megawatt-Ladepark in Königs Wusterhausen an der Autobahn A10 bei Berlin. Die Lage an einer wichtigen Verkehrsachse ermöglicht es Transporteuren, Ladevorgänge auch außerhalb ihrer eigenen Betriebshöfe einzuplanen.
Der erweiterte Zugang zum öffentlichen Ladenetz soll die Einsatzmöglichkeiten elektrischer Lkw vergrößern. Während die Fahrzeuge bislang häufig auf festgelegten Strecken mit vorhandener Ladeinfrastruktur eingesetzt werden, können zusätzliche öffentliche Ladepunkte die Planung längerer Touren erleichtern.
Für Speditionen bleiben dabei die Erreichbarkeit und Verfügbarkeit der Ladeanlagen sowie die tatsächlich erzielbare Ladeleistung wichtige betriebliche Faktoren. Insbesondere im Fernverkehr müssen Ladevorgänge mit den Fahrplänen und vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten abgestimmt werden.
Zusammenarbeit begann 2022 in Dortmund
Amazon und Aral pulse kooperieren bereits seit vier Jahren bei der Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Den Ausgangspunkt bildete 2022 ein Pilotprojekt an einem Amazon-Transportstandort in Dortmund.
Seit Beginn der Zusammenarbeit haben die beteiligten Transportunternehmen nach Angaben der beiden Unternehmen mehr als eine Million Kilowattstunden Strom an Ladepunkten von Aral pulse bezogen.
Mit der neuen Vereinbarung wird die bisherige Zusammenarbeit auf weitere öffentlich zugängliche Schnellladestandorte ausgedehnt. Damit können die Transportpartner betriebliche und öffentliche Lademöglichkeiten stärker miteinander kombinieren.
Die Kooperation ist zugleich Bestandteil einer umfassenderen Zusammenarbeit zwischen Amazon und dem Aral-Mutterkonzern bp.
Amazon will Elektro-Lkw-Flotte weiter ausbauen
Amazon investiert nach eigenen Angaben weiter in die Elektrifizierung seines europäischen Transportnetzwerks. In Deutschland sollen bis Ende 2026 mehr als 50 batterieelektrische Lastwagen im Auftrag des Unternehmens eingesetzt werden.
Durch die zusätzlichen Lademöglichkeiten will der Onlinehändler die Voraussetzungen schaffen, elektrische Lkw stärker in den regulären Güterverkehr einzubinden. Die öffentliche Infrastruktur soll dabei die bestehenden Ladelösungen an den Transportstandorten ergänzen.
Für die beteiligten Logistikdienstleister bedeutet dies mehr Flexibilität bei der Routenplanung. Gleichzeitig hängt der wirtschaftliche Betrieb batterieelektrischer Lkw weiterhin von Faktoren wie Fahrzeugkosten, Energiepreisen und der Auslastung ab.
Die erweiterte Partnerschaft zwischen Amazon und Aral pulse verbessert vor allem den Zugang zu öffentlicher Schnellladeinfrastruktur. Damit entsteht eine zusätzliche Voraussetzung, um batterieelektrische Lastwagen künftig auf mehr Transportstrecken im deutschen Amazon-Netz einzusetzen.









