Der Online- Riese macht sich in letzter Zeit ernsthafte Gedanken darüber,  wie er den Kampf um die letzte Meile in Europa gewinnen kann.

In letzter Zeit investiert Amazon viel in Logistikimmobilien in Deutschland. Dem Logistikimmobilienentwickler Panattoni zufolge soll  im Magdeburger Industriegebiet Rothensee ein Letzte-Meile-Verteilzentrum entstehen, welches Amazon langfristig anmieten will. Der Online-Riese will dort seine Last-Mile-Logistik im B2C-Geschäft realisieren. Das Logistikzentrum soll 6.666 Quadratmeter Logistik- und 1.025 Quadratmeter Büro- und Sozialfläche haben.

Ebenfalls in Leipzig möchte das Unternehmen Logistikfläche anmieten. Nach Angaben von Demire Deutsche Mittelstand Real Estate AG will der Onlineriese im Logistikpark Leipzig auf 20.000 Quadratmetern  eine Modular Delivery Station gründen.

Eine weitere Stadt, in der Amazon investiert, ist Bremerhaven. Dort soll auf 20.000 Quadratmetern Fläche ein Verteilzentrum entstehen. Das Logistikzentrum soll im Herbst 2020 fertig sein. 140 Arbeitsplätze sollen entstehen, darüber hinaus sollen sich 250 Fahrer um die Auslieferung der Pakete kümmern.

Über die drei Investitionen hat jüngst das Portal „logistik-heute.de” berichtet.

Amazon lockt mit Partner mit hohen Gewinnen

Im Juni hat der Online-Händler ein Lieferpartnerprogramm angekündigt, im Rahmen dessen die Firma  die Unternehmensgründung von Paketzustelldiensten finanziell fördern möchte.Aber die Starthilfe beinhaltet auch den Zugang zur hochentwickelten Amazon Liefertechnologie, Leasingangebote für Lieferfahrzeuge mit dem Amazon Logo, ein Kraftstoffprogramm, hochwertige Amazon Arbeitskleidung, Geräte für die Zustellungen, rabattierte Angebote auf Steuer- und Buchhaltungssoftware, juristische Beratung und Versicherungsoptionen, Unterstützung bei der Einstellung von Fahrerinnen und Fahrern oder ein mehrwöchiges Schulungsprogramm für Geschäftsinhaber, heißt es bei blog.aboutamazon.de.

Besonders unterstützen möchte der Konzern Neugründerinnen mit Extrahilfen in Höhe von 500.000 Euro. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist ein Eigenkapital in Höhe von 15.000 Euro. Der Online-Riese lockt die künftigen Partner mit einem „geregeltem Auftragsvolumen“ und einem möglichen Jahresgewinn zwischen 60.000 und 140.000 Euro.

1.2 Milliarden für Roboterwagen-Entwickler

Amazon investiert seit einiger Zeit auch intensiv in das Geschäft selbstfahrender Autos.

Das Unternehmen hat jüngst den Roboterwagen-Entwickler Zoox übernommen. Die finanziellen Detail sind offiziell nicht bekannt, aber Medienberichten zufolge soll der Online-Riese 1,2 Milliarden US-Dollar hingeblättert  haben.

Das amerikanische Start-up Zoox mit Sitz in Kalifornien wurde im Jahr 2014 gegründet und spezialisiert sich auf Technik und Software für selbstfahrende  und emissionsfreie Autos. Das Start-up hat sich als Ziel den Aufbau einer Robotaxi-Flotte gesetzt.

Foto:Amazon

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