Der Transportverband Fenadismer forderte das spanische Ministerium für Verkehr auf, den Lkw-Fahrern das Be- und Entladen aufgrund der Corona-Pandemie zu verbieten. In Antwort darauf hat das Ressort festgestellt, dass so eine Entscheidung keine praktische Lösung wäre.

Letzte Woche forderte der Transportverband Fenadismer das spanische Ministerium für Verkehr auf, den Lkw-Fahrern das Be- und Entladen zu verbieten. Die Begründung lag in dem Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Berufsgruppe, von der eine besondere Arbeit geleistet wird, die für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Für so ein Verbot appellierten auch andere spanische Verbände der Transportunternehmen, wie z. B. CETM.

Nach Angaben von Fenadismer antwortete das Ressort, dass so ein Verbot “keine praktische Lösung” wäre. Das Ministerium empfiehlt nur Verladern, sich an die EU-Richtlinien zu halten und von Truckern die oben genannten Tätigkeiten nicht zu verlangen.

Wie der Verband hervorhebt, haben solche Maßnahmen keine wirksame Wirkung, weil von 64 Prozent der Fahrer das Be- und Entladen immer noch benötigt wird.

Der Verein fühlt sich mit so einer Antwort enttäuscht und erinnert in einer öffentlichen Mitteilung daran, dass die geforderte Einschränkung in der Vergangenheit jahrelang dauerte. In dem Zeitraum von 2003 und 2013, gemäß dem spanischen Gesetz über den Straßentransport (LOTT), galt das Be- und Entladen von Lkw-Fahrern als ernsthafter Verstoß. Nach der Gesetzesänderung im Jahre 2013 wurde das Verbot aufgehoben.

Foto: Pixabay

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