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Der Umfang der Nutzung der Big Data-Technologie ist noch nicht ausgeschöpft, und die Forschungsergebnisse von Forrester zeigen, dass bis zum Jahr 2020 der Gewinn von Organisationen, die ihre Entscheidungen auf Daten stützen, 1,2 Billionen Dollar erreichen wird. In welche Richtung wird der Big-Data-Markt in den kommenden Monaten gehen?

Das Tempo des Geschäftsbetriebs und der immer stärkere Wettbewerb zwingen zu einer Steigerung der Betriebseffizienz, die ohne analytische Unterstützung unmöglich wird. So wird zum Beispiel die analytische Steuerung der Liefer- oder Vertriebskette und die Erstellung von Angeboten, die auf die aktuellen Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind, immer stärker genutzt. Das alles in Echtzeit, basierend auf dem aktuellen Kontext – sagt Shukri Dabaghi, Vice President, Middle East & Eastern Europe bei SAS.

Es ist bekannt, dass der Implementierungsgrad von Big-Data-Lösungen weitgehend von der Branche abhängt. Laut einer Studie des SAS Institute (führender Anbieter von Business Analytics; unabhängiger Anbieter von Business-Intelligence-Software) werden SAS-Lösungen weltweit von mehr als 83.000 Unternehmen und Institutionen in 148 Ländern genutzt.
Lukas Kryshkiewicz, Berater im polnischen Ministerium für Digitalisierung, betont, dass es nur vom Unternehmen abhängt, wozu die Daten genutzt und wie sie analysiert werden.

Es ist schwer vorstellbar, ein ernstzunehmendes Online-Geschäft zu betreiben, ohne nach präzisen Analysewerkzeugen zu suchen, die ständig wechselnde Daten verarbeiten. Die Größe der Maßnahmen und die Notwendigkeit einer sofortigen Entscheidungsfindung zwingen zur Automatisierung dieser Prozesse – und es gibt keine andere Alternative. Polnische Unternehmen müssen daher nach Big-Data-Analysen suchen, wenn sie auf dem Markt effektiv konkurrieren wollen. In Polen ist das Interesse an diesem Thema viel gröβer als die Anwendung selbst – erklärt Łukasz Kryshkiewicz.

Big Data wird die Kosten senken und den Gewinn steigern

Die Unternehmen, die Big-Data-Lösungen mit gleichem Erfolg wie der Finanzsektor umsetzen, sind Unternehmen, die im Einzelhandel tätig sind. Telekommunikation ist eine weitere Branche, die das Potenzial der gesammelten Informationen am meisten nutzt. Analysten von IDC prognostizieren jedoch, dass auch von Produktionsunternehmen eine signifikante Nachfrage generiert wird.

Dies hängt mit der Verbreitung der Idee von Industrie 4.0 zusammen, die unter anderem die Nutzung von Internet der Dinge (Internet of Things; IoT) zur Verbesserung der Effizienz von Produktionslinien voraussetzt. Dadurch wird sich das Geschäftsmodell von Unternehmen ändern, die ihr Angebot auf Basis neuer Technologien entwickeln. Angesichts der Dynamik des modernen Marktes und der schnell wachsenden Zahl von Informationen aus dem Internet ist die Möglichkeit, schnelle Analysen durchzuführen, für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung.

Durch die Implementierung von Big-Data-Lösungen können Produktionsunternehmen ihre Betriebskosten um durchschnittlich 20 Prozent senken und dabei den Gewinn um 30 Prozent steigern. IDC prognostiziert, dass bis Ende dieses Jahres produzierende Unternehmen für mehr als 20 Prozent der Ausgaben für Projekte im Zusammenhang mit Big Data verantwortlich sein werden.
Ein Drittel der Befragten gibt zu, dass sie sich auf den sofortigen Zugang zu Daten verlassen können, eine ähnliche Gruppe (28%) gibt jedoch an, dass dies bis zu einer Woche dauern kann.

Experten von Astrafox sagen voraus, dass der Markt in den kommenden Monaten weiter dynamisch wachsen wird, aber die Richtungen seiner Entwicklung werden sich nicht ändern. Der Markt wird die Nutzung von Clouds „forcieren” und auf On-Premise-Lösungen (stationär) verzichten, er wird sich auf die Entwicklung des Internet der Dinge und Machine Learning, Datensicherheitsfragen, … konzentrieren. Laut Prognosen von MarketsandMarkets wird der Wert des IoT-Marktes in den nächsten fünf Jahren um ein Viertel steigen und ein Volumen von 640 Mrd. USD erreichen (IHS-Markit-Schätzungen geben die Anzahl von 20 Mrd. Geräten an, die an das Netzwerk angeschlossen sind).

Messbare geschäftliche Vorteile, die sich aus der Implementierung von IoT-Lösungen ergeben, betreffen nicht nur die Produktion, sondern auch die Transport- und Handelsbranche. Wir sprechen vor allem über kostenintensive Optimierung, Verbesserung der Lieferkette, Kundengewinnung oder Aufbau einer dauerhaften Kundenbeziehung.

Die Datenanalyse in der Cloud wird zunehmen

Entscheidungsträger werden mehr und mehr Zugang zu integrierten Informationen in Echtzeit haben, hauptsächlich dank der Cloud. Im Moment ist die Implementierungsrate von Cloud-Diensten jedoch sehr niedrig. Nur jedes fünfte von SAS getestete Unternehmen verwendet das Cloud-Computing-Modell, während die übrigen Unternehmen Daten auf ihren eigenen Servern speichern.

Dieser Trend wird jedoch umkehren. Laut MarketandMarkets wird sich der Cloud-Analytics-Markt, der 2013 einen Wert von 5,25 Milliarden Dollar hatte, bis Ende dieses Jahres mehr als verdreifachen. Sicherheitsprobleme bleiben jedoch eine Herausforderung für die Cloud. Insbesondere die Sicherheit sensibler Daten, deren Zugriff begrenzt und ständig überwacht werden sollte.

Die Spezialisten von Astrafox behaupten, dass die nächsten Monate durch Cyber-Sicherheit und damit verbundene Themen gekennzeichnet sein werden, einschließlich des Problems des Backups und der Wiederherstellung verlorener Daten.

Der Preisrückgang von IoT-Geräten und die steigenden Ausgaben für deren zunehmende Verbreitung in der Wirtschaft werden einerseits eine Reihe von Vorteilen bringen und andererseits die Unternehmen einem entsprechend höheren Risiko von Hackerangriffen aussetzen.

Machine Learning kann auch das Geschäft entfalten

Das Jahr 2018 enthält auch neue Vorschriften und Regelungen, die den Nutzern zusätzliche Pflichten auferlegen. Es ist vor allem DSGVO gemeint – die Datenschutz-Grundverordnung. Sie tritt am 25. Mai dieses Jahres in Kraft und erlegt allen Organisationen, die Daten über natürliche Personen sammeln, die Verpflichtung auf, ihr eigenes System für ihren Schutz zu schaffen.
Statistiken zeigen, dass die Wesentlichkeit von DSGVO unter Geschäftsvertretern vernachlässigt wird – eine Umfrage von Dell zeigt, dass bis zu 80 Prozent der Befragten nichts oder fast nichts über die Verordnung wissen.

Obwohl Machine Learning kein neuer Trend ist, wissen die Unternehmen immer noch nicht viel über maschinelles Lernen und die geschäftlichen Vorteile, die ihr geschickter Einsatz mit sich bringen kann. Die SAS-Umfrage aus dem letzten Jahr ergab zwar, dass 28 Prozent der Befragten diese Technologie nutzen und 30 Prozent die Verwendung vom maschinellen Lernen in den nächsten drei Jahren plant, aber nur jeder fünfte Befragte versteht, wie sich dies auf die Geschäftsentwicklung auswirken kann.

Die möglichen Vorteile sind jedoch enorm, und sie können von Unternehmen in praktisch jedem Sektor gezogen werden. Es geht nicht nur um die Möglichkeit, auf der Grundlage von Daten bessere Entscheidungen zu treffen, sondern auch um die Möglichkeit einer wirksameren Bekämpfung von Cyberbedrohungen und die Verbesserung der Qualität vom Kundenservice.
Viele Analytiker sagen, dass es nicht möglich ist, ein Unternehmen auf digitale Spuren zu setzen, Markttrends effektiv zu prognostizieren und die Effizienz von Datenforschungsteams zu steigern, ohne in maschinelles Lernen zu investieren. Dies bestätigt der Forrester-Bericht, der die Entwicklung von PAML (Predictive Analytics and Machine Learning) zu den wichtigsten Trends im Bereich der Business-Analyse zählt und in den nächsten drei Jahren ein Marktwachstum von 15 Prozent jährlich prognostiziert.

 

Fot. Pixabay/geralt

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