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Die Road Haulage Association und die Vertreter der größten Transportunternehmen fragen die britische Regierung immer wieder, wie der Brexit-Prozess für sie eigentlich verlaufen wird. Des weiteren hat ein Treffen mit dem Staatssekretär für Verkehr, Chris Grayling, vor kurzem ergeben, dass es keinen Notfallplan für den Casus „no Deal” gibt.

Britische Medien berichten, dass der Brexit und seine Folgen für das Transportwesen im Vereinigten Königreich noch nicht klar sind. Greyling hat nicht mal einen Notfallplan, sollte es zwischen den Parteien keine Einigung geben. Er war auch überrascht zu erfahren, dass britische Spediteure keine Waren auf dem Kontinent abliefern werden können.

Operation Brock kommt zum Einsatz

Unterdessen arbeitet die Regierung an der Operation Brock und führt Genehmigungssysteme ein, um Zollverzögerungen zu minimieren. Trotzdem weiß man  nicht, wie die Lieferketten nach dem Brexit aussehen werden. Das Hauptproblem besteht darin, dass nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Gemeinschaft viele Lizenzen und Berufsqualifikationen nicht mehr anerkannt werden.

Leute, die nichts über diese Branche wissen, treffen wichtige Entscheidungen, das wird klar, wenn man mit Chris Grayling darüber spricht, was Brexit für die internationale Transport-Community im Vereinigten Königreich bedeuten wird … er hat keinen Bezug und wenig Wissen darüber,  sagte Kevin Hoppper-Geschäftsführer von Brian Yeardley Continental in einem Interview mit The Telegraph.

44 % britischer Exporte gehen in die EU

Sollte es wirklich keinen Konsens geben, werden die Transportunternehmen im Vereinigten Königreich Genehmigungen beantragen oder auf das Carnet-System zurückgreifen müssen, um Zugang zu den EU-Märkten aufrecht zu erhalten, berichtet The Telegraph. Bis März 2019 wird es äußerst schwierig sein, ein komplett neues System zu schaffen, auch wenn bereits ein erster Schritt in Form des kürzlich verabschiedeten Transport- und Trailerregistrierungsgesetzes gemacht wurde.

Es ist klar, dass die EU es uns nicht leicht machen wird. Unsere Lieferketten sind für Just-in-Time-Lieferungen eingerichtet, 50% unserer Lebensmittel kommen aus der ganzen Welt und 70% davon stammen aus der EU. Wenn wir nur beschränkten Zugang zu Europa haben und Genehmigungen aushandeln müssen, wie effektiv wird das alles sein? Ob wir das Gefühl haben, dass das heutige Treffen etwas gebracht hat? Nein. Sind wir zuversichtlich, dass das Problem gelöst wird? Nein. Haben wir endlich Klarheit bekommen? Nein, betonte RHA-Geschäftsführer Richard Burnett.

Foto: Publicdomainpictures.net

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