Die wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus treffen die Großunternehmen weltweit und in Deutschland schwer. Und doch sehen viele Unternehmen dies als Chance die eigene Transformation durch Automatisierung und Digitalisierung zu beschleunigen.

Laut einer Befragung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) arbeiten 47 Prozent der Unternehmen in Deutschland bereits daran, die Automatisierung in ihrem Betrieb zu beschleunigen.  36 Prozent optimieren ihre weltweiten Lieferketten und 34 Prozent verstärken die digitale Transformation.

Mehr als 90 Prozent der Betriebe fassen dagegen Änderungen an den Lieferketten, eine verstärkte Automatisierung und eine beschleunigte digitale Transformation ins Auge oder arbeiten schon konkret daran.

Ein weiteres Ergebnis der aktuellen Krise wird die Erkenntnis sein, dass die digitale Transformation noch viel zügiger umgesetzt werden muss. Ohne ein funktionierendes digitales Geschäftsmodell wird es zukünftig nicht mehr gehen. Schonungslos wurden in den vergangenen Wochen auch die Schwachstellen in den Lieferketten aufgedeckt. Auch hier werden viele Unternehmen schnell nachbessern, sagt Constantin M. Gall, Partner und Leiter des Bereichs Transaction Advisory Services bei EY in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Automatisierung ein Muss?

Auch laut einer Studie von PwC hat die Corona-Krise die Automatisierung der Lieferketten massiv beschleunigt. Das Beratungsunternehmen hat im Mai 288 CFO aus den USA befragt. Die Umfrage hat ergeben, dass viele Unternehmen die Automatisierung der Lieferketten als zwingende Voraussetzunge sehen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Infolge der Corona-Krise haben sich viele Unternehmen gezwungen gesehen, nach neuen Wegen zu suchen, um Störungen durch zukünftige Krisen oder sogar nachfolgende Wellen von Corona zu verringern und mehr Reaktionsfähigkeit zu erarbeiten.

34 Prozent der befragten Finanzmanager haben angegeben, die Automatisierung nutzen zu wollen, um ihre Lieferketten schneller und resilienter zu machen, da sie infolge der Corona-Krise ihre Flexibilität verloren haben.

Foto: Pixabay

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