Er hätte zuverlässig sein sollen. Die Manipulationen an ihm undurchführbar. Der Tachograf 3.0 wurde eben deswegen auf den Markt gebracht, damit er ein für alle Mal die Absichten unredlicher Unternehmer unterbindet. Es hat sich jedoch gezeigt, dass das nur fromme Wünsche waren. Auf der Landstraße Nr. 68 hielten die Beamten der Inspektion für Straßentransport (das polnische Pendant zum Bundesamt für Güterverkehr) einen LKW an, in welchem sie einen Abschalter des “sicheren” Gerätes entdeckten.

Das ist das beste Beispiel dafür, dass es keine vollkommenen Geräte gibt und der Fortschritt der Hersteller spornt die andere Seite dazu an, die Sicherheiten zu brechen, kommentieren die Beamten der  Woiwodschaftsinspektion für Straßentransport Lublin.

Um diese Manipulation entdecken zu können, war es erforderlich, den LKW zum Tachograf-Service zu bringen.

Misslungene Probe

Auf die Spur der Manipulation kamen die “Krokodile”, wie Beamte der Inspektion für Straßentransport durch  Kraftfahrer genannt werden, bei einer Arbeitszeitprüfung. Eine Kontrolle zeigte, dass etwas mit der Arbeitszeit nicht stimmt. Deswegen fuhr ein Sattelschlepper mit Anhänger, der Oliven aus Griechenland nach Russland brachte, in eine Werkstatt. Dort prüften die Diagnostiker den Tachografen, den Impulsgeber und die Verkabelung ganz genau.

Und siehe, es gelang eine Manipulation zu entdecken. Nichts Neues – eine Drückerkombination blockierte die Funktion des Geräts. Das Wichtigste an dieser Geschichte ist aber, dass das Gerät theoretisch sicher gewesen sein soll.

Jetzt wird der Fahrer 3 Tsd. EURO Kaution einzahlen müssen, wenn er die Fahrt fortsetzen will.

Wie dieser Fall zeigt, gibt es keine Abschalter, die sich nicht entdecken lassen, quittieren die Beamten.

Sie mögen aber Recht haben!

Foto: WITD Lublin

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