Sogar mehr als eine Milliarde Dollar konnten Unternehmen auf der ganzen Welt letztes Jahr aufgrund der Cyberattacke mit dem NotPetya-Virus (auch bekannt als Petya) verlieren. Einige Unternehmen, die mit der Logistikbranche zu tun haben, sprechen sogar von Verlusten in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar.

Aufgrund von NotPety litt das Konglomerat A.P. Møller-Mærsk A / S, einer der größten Containerbetreiber in Europa. Obwohl er schon nach zwei Tagen von dem Angriff Aufträge von Kunden entgegennehmen konnte, waren die Verluste enorm.

In der letzten Woche des zweiten Quartals wurden wir von einem Virus angegriffen, der vor allem die Aktivitäten von Maersk Line, APM Terminals und Damco beeinflusst hat – überzeugte CEO Soren Skou kurz nach dem Angriff auf cnbc.com und listete einige Unternehmen auf, die zu dieser Gruppe gehörten. Diese Verluste werden zwischen 200 und 300 Millionen Dollar liegen.

Heute bestätigen die Medien, dass diese Vorhersagen auch der Realität entsprachen.

Von NorPetya waren Kuriere und Produzenten betroffen

Die Situation ist auch in der Kuriergruppe FedEx ähnlich. Der Umsatz des Unternehmens ging um 300 Millionen Dollar zurück, und seine Tochtergesellschaft TNT Express musste ihre Geschäftstätigkeit vorübergehend aussetzen – errinnert cnn.com.

Wieder die Produzenten wie Reckitt Benckiser „”waren noch vor Ende des zweiten Quartals nicht in der Lage, Kundenaufträge zu senden und abzurechnen””. Das Ergebnis waren große Lieferverzögerungen. Reckitt, der zum Beispiel Durex Kondome oder Putzmittel Dettol herstellt, verlor sogar fast 100 Millionen Pfund (d.h. etwa 140 Millionen Dollar).

Unter anderen Opfern sind auch der Lebensmittelkonzern Mondelez oder Pharmahersteller Merck, der sagte, dass „”Lieferverzögerungen infolge des Angriffs zu einem Umsatzrückgang von 2,7 Prozent im zweiten Quartal geführt haben”” – berichtet das amerikanische Portal.

Medien weisen darauf hin, dass die weltweiten Verluste durch NotPety über 1,2 Milliarden Dollar betragen können.

Der Beklagte wehrt sich

Der Cyberangriff, der im Juni letzten Jahres stattfand, wurde als einer der teuersten und zerstörerischsten in der Geschichte anerkannt.

Ursprünglich wurden Computer von Regierungs- und Finanzinstitutionen in der Ukraine angegriffen, aber NotPetya verbreitete sich schnell in den Westen, und erfasste unter anderen Deutschland, Polen, die Vereinigten Staaten und Großbritannien.

Vor einigen Tagen haben Vertreter der letzten beiden Länder für die Attacke offiziell Russland beschuldigt. Sie erklärten, dass „diese rücksichtslose und unkritische Aktion” auf die „Unterminierung der Demokratie” in der Ukraine abzielte. Moskau wies diese Vorwürfe kategorisch zurück und machte darauf aufmerksam, dass russische Unternehmen ebenfalls geschädigt wurden. Dabei wurde erklärt, dass die Anschuldigungen „grundlos und nur Teil der aktuellen russenfeindlichen Kampagne sind.

Fot. Pixabay/markusspiske

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