Der Konzern Deutsche Post DHL Group hat seine Kunden Anfang April mit einem Zuschlag für den Versand von Paketen in die USA überrascht. Jetzt wurde der Krisenzuschlag auch auf andere Destinationen ausgeweitet.

Ab dem 1. Mai müssen Kunden, die Pakete in die USA versenden wollten, eine Zuschlag zahlen. Die Erhebung der zusätzlichen Gebühr wurde vom Konzern mit geringen Transportkapazitäten und gestiegen Transportkosten begründet, berichtet logistik-watchblog.de. Für Privatkunden wurden somit zusätzliche Kosten zwischen 16 und 90 Euro fällig.

Geschäftskunden konnten weiterhin den Service Paket International nutzen, aber auch in dem Fall mussten zusätzlich 16 Euro bezahlt werden.

„Die Einschränkungen beim Versand von Briefen und Paketen in die USA resultieren aus den aktuell reduzierten Beförderungskapazitäten. Wie lange diese Situation anhält, können wir aufgrund der dynamischen Lage leider nicht vorhersehen”, zitiert logistik-watchblog.de den Konzern.

Mitte Mai hat der Konzern den Krisenzuschlag dann doch auf einen gewichtsbezogenen geändert, der sich damit auf 2,20 Euro pro angefangenes Kilo beläuft.

Andere Destinationen jetzt auch mit Zuschlag

Ende Mai hat der Konzern Sendungen in weitere gesperrte Länder und Regionen möglich gemacht, doch auch hier muss sich der Kunde auf Mehrkosten gefasst machen. Laut logistik-watchblog.de sind pro Kilogramm der Sendung zwischen 1,40 und 3,60 Euro zusätzlich fällig (Australien 3,60 Euro, Brasilien 3,10 Euro, Japan 1,45 Euro, Singapur 2,10 Euro, Südafrika 3,10 Euro, Südkorea 2,50 Euro, Taiwan 2,80 Euro, Thailand 2,40 Euro).

Darüber hinaus geht aus einem Schreiben des Konzerns, das dem Portal vorliegen soll, hervor, dass sich das Unternehmen vorbehält, die Annahme und den Transport der internationalen Sendungen einzustellen oder die Bedingungen zu ändern.

Foto:Deutsche Post DHL Group

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