Künstliche Intelligenz, Roboter, Internet der Dinge, Big Data sind schon lange nicht mehr Elemente eines Science-Fiction-Drehbuchs, sondern die nahe Zukunft der Transport- und Logistikbranche. Der Transport- und Logistikmarkt wird sich in den kommenden Jahren stark verändern, darüber waren sich alle Referenten des HyperLOG-Transport and Logistics Future Forum einig.

Laut 94 Prozent der Manager von Transportunternehmen hat Innovation höchste Priorität.

Der wichtigste Grund dafür, warum Innovationen notwendig sind,  ist der Wunsch, den Kunden an sich zu binden und ihn zufriedenzustellen, betonte Nabil Malouli, Vice President von DHL Customer Solutions & Innovation. Wir werden in den kommenden Jahren erhebliche Veränderungen in der Logistikwelt erleben. E-Commerce ist der Grund für diese Veränderungen und technologische Innovationen.

Lieferdrohnen sind bereits Realität. In nicht so ferner Zukunft werden wahrscheinlich aber auch Roboter Pakete ausliefern.

Lieferroboter erfordern den vierten oder fünften Automatisierungsgrad, um rentabel zu sein. Dies bedeutet eine Perspektive von etwa 20 Jahren Branchenentwicklung. Die vierte Automatisierungsstufe senkt die Lieferkosten um 15 bis 20 Prozent. Die fünfte Automatisierungsstufe reduziert die Kosten um 40 Prozent, sagte Malouli.

Fleet learning ist eine weitere technologische Innovation, die mit autonomen Lieferrobotern eng verbunden ist.

Laut Kamil Kałużny, Vertriebsleiter bei Makeitright, könnten bis 2030 rund 53 Prozent aller Jobs  automatisiert werden. Dies würde die Arbeitswoche auf 3-4 Tage verkürzen, parallel aber eine stabile Wirtschaftslage gewährleisten. Dies würde unter anderem durch die Verarbeitung und den Austausch von Daten in Kombination mit Produktionstechniken möglich sein.

Man kann die  Robotisierung nicht aufhalten. Die Frage ist, was wir uns von der Robotisierung erhoffen. Wird es Arbeitsagenturen für Roboter geben? Das sind wunderbare Mitarbeiter, fügte Kałużny hinzu.

Daten sind in der Transport-und Logistikbranche goldwert

Laut Adrian Kosowski, Forschungsleiter und Mitinhaber von NavAlgo, sind IoT-Daten (Internet of Things) für die Logistikbranche von höchster Bedeutung. Sie bieten einen direkten Mehrwert für den Kunden. Darüber hinaus ermöglichen sie das Erschaffen von Prognosen und eine einfachere Optimierung auf der Grundlage von prediktiven Analysen.

IoT-Daten, die durch verschiedene Akteure in der Lieferkette wandern,erlauben es Probleme im Zusammenhang mit der Lieferkettenintegration zu vermeiden, fügte er hinzu.

Auch Nick Bailey, der während der Konferenz über Fusionen und Übernahmen in der Welt der digitalen Logistik sprach, war der Meinung, dass ein Unternehmen, das digitale Lösungen nicht zur Prognose der Nachfrage und der Preisdynamik einsetzt, bald nicht mehr in der Lage sein wird, auf dem Markt zu bestehen.

Laut Jesper Bennike von Project44 ermöglicht der Datenaustausch eine 100% ige Transparenz der Lieferkette in Echtzeit.

Profitieren tun davon sowohl Frachtführer, die die Flotte und die Zeit effektiver nutzen und das Problem der Ressourcenknappheit lösen, aber auch Verlader, die die Ladung in Echtzeit kontrollieren können, argumentierte Bennike.

Zugleich betonte er jedoch die Relevanz davon, die richtigen Daten auszuwählen und das Vertrauen der Akteure in der Lieferkette aufzubauen, die diese Daten freigeben müssen.

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