Die Pandemie hindert Maersk nicht am Rekordertrag

Die Pandemie hindert Maersk nicht am Rekordertrag

Das dänische Logistikunternehmen Maersk hat ein Umsatz- und Nettogewinnwachstum im Pandemiejahr 2020 gemeldet. Der Reingewinn des dänischen Unternehmens in Höhe von 2,9 Milliarden USD ist zum Teil auf den Rekordgewinn im letzten Quartal zurückzuführen.

Im Zeitraum Oktober-Dezember 2020 erzielte Maersk einen Nettogewinn von 1,3 Milliarden USD. Es ist erwähnenswert, dass das Unternehmen im Jahr 2019 einen Verlust verzeichnete. Der Umsatz des Unternehmens für das gesamte Jahr 2020 stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 39,7 Milliarden USD.

Der operative Gewinn vor Steuerabzug (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar um 44 Prozent auf 8,2 Milliarden USD.

Das dänische Unternehmen erzielte diese guten Ergebnisse trotz des Rückgangs der transportierten Gütermenge. Im vergangenen Jahr sank das Volumen um 5 Prozent auf 25,3 Millionen TEU. Die guten Finanzergebnisse sind jedoch auf eine deutliche Erhöhung der vom Unternehmen angebotenen Preise zurückzuführen. Auf Jahresbasis stieg die durchschnittliche Rate von Maersk um 8 Prozent auf 2.000 USD pro 40-Fuß-Container.

Bemerkenswert ist, dass im vierten Quartal die durchschnittlichen Raten um 18 Prozent gestiegen sind, einschließlich eines 27-prozentigen Anstiegs auf der Ost-West-Strecke. Das Unternehmen erklärt, dass dieses dynamische Wachstum im letzten Quartal auf die hohe Verbrauchernachfrage und die Unterbrechung der Lieferketten aus Asien zurückzuführen ist. Maersk schätzt, dass dieser Anstieg der Nachfrage und die Lieferprobleme aus dem Fernen Osten bis zu 1,5 Milliarden USD zum Nettogewinn des Unternehmens beigetragen haben könnten.

Der größte Geschäftssektor des Unternehmens, der Seetransport, erwirtschaftete im Jahr 2020 insgesamt einen Umsatz von 29,2 Milliarden USD (Anstieg um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und ein EBITDA von 6,5 Milliarden USD (Anstieg um 47,5 Prozent!).

Der Sektor der Logistik und der Dienstleistungen erwirtschaftete einen Umsatz von 7 Milliarden USD, was einen Anstieg um 11 Prozent im Vergleich zu 2019 bedeutet. Das EBITDA für diesen Teil des Geschäfts stieg sogar um 110 Prozent, was vor allem auf die Übernahme von Performance Team in den USA zurückzuführen ist.

Der Güterumschlag an den Terminals des dänischen Riesen sank im Vergleich zu 2019 um 3,4 Prozent auf 11,5 Millionen TEU. Dies führte zu einem Rückgang des Segmentumsatzes um 3,9 Prozent. Allerdings stieg auch hier das EBITDA, und zwar um 8,3 Prozent, was vor allem auf jegliche Strafen und Gebühren im Zusammenhang mit Verspätungen und Überlastungen in den Häfen zurückzuführen ist.

Was die Prognosen für 2021 betrifft, so erwartet Maersk ein EBITDA zwischen 8,5 und 10,5 Milliarden USD. Die niedrigere Prognose geht von einem schnellen Rückgang der Containerraten aus, der jedoch unwahrscheinlich ist.

Die Investitionen des Unternehmens für 2021 sind doppelt so hoch wie im Vorjahr geplant und belaufen sich auf 2,6 Milliarden USD. Ein Teil der geplanten Ausgaben wird für die Anschaffung neuer Container verwendet. Das Unternehmen schließt auch Akquisitionen nicht aus.

Foto: Maersk

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