Die EU-Kommission hat sich gegen eine Verlängerung der Mautbefreiung für LKW mit CNG- oder LNG-Antrieb in Deutschland ausgesprochen.

Die EU-Kommission hat sich jüngst gegen eine Verlängerung der Mautbefreiung für LKW mit CNG- oder LNG-Antrieb in Deutschland ausgesprochen. Die Entscheidung wurde mit den Bestimmungen der  Eurovignetten-Richtlinie begründet, die eine solche Verlängerung nicht zulässt, da gasbetriebene LKW  nicht emissionsfrei sind, berichtet Dekra.

Sauberer Verkehr sollte auf technologieneutrale Weise gefördert werden, kommentierte ein Sprecher die Entscheidung.

Möglich wäre lediglich eine teilweise Befreiung.

Wenn eine solche Befreiung im Rahmen der laufenden Arbeiten an der Überarbeitung der Euroignetten-Richtlinie in Betracht gezogen werden soll, sollten Gas-LKW daher auf der Grundlage ihrer tatsächlichen Emissionen behandelt werden, erklärte der Sprecher.

Im Mai hat die große Koalition einen Gesetzentwurf vorgelegt, demnach schwere Lastwagen mit Gas-Antrieb bis 2023 von der LKW-Maut befreit sein sollten. Der Entwurf wurde im Juni vom Bundesrat gebilligt.

Das Projekt war aber von Anfang an umstritten. Einerseits haben die dena-LNG-Taskforce und verschiedene Transportverbände von der Bundesregierung eine Verlängerung der Anreize für LNG- und CNG betriebene LKW gefordert, andererseits gab es Proteste von Umweltexperten, die das ökologische Nutzen dieser Fahrzeuge bezweifelt haben.

Foto: Flickr/Andrew Ross/CC BY 2.0

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