Ab dem 1. September 2020 werden auch längere LKW-Kabinen zugelassen sein. Das hat die EU diese Woche in einer Abstimmung beschlossen, berichtet in einer offiziellen Pressemeldung  die Organisation Transport & Environment (T & E).

Die EU hat diese Woche über längere LKW-Kabinen abgestimmt und beschlossen,  dass diese ab dem 1. September 2020  bis zu  90 cm länger sein dürfen. Die Organisation Transport & Environment, die schon seit einiger Zeit für diese Lösung plädierte, zeigte sich über diese Entscheidung sehr zufrieden.

Über Jahrzehnte war die Herstellung von aerodynamischen und runden LKW-Kabinen aufgrund der EU-Gesetzgebung verboten und damit die Sicherheit und Aerodynamik gehindert. Die heutige Entscheidung setzt dem ein Ende und ebnet den Weg dafür, dass ab dem nächsten Jahr viele kraftstoffsparende und sicherere LKW unterwegs sein können- viele Jahre früher als zuvor vereinbart, kommentierte James Nix, Fracht- und Klimadirektor bei T & E.

Zudem wird die EU am 21. Februar über eine weitere wichtige Reform abstimmen. In dem Fall geht es um die Einführung der „Direct Vision“ als geltenden Sicherheitsstandard für LKW, der das Sichtfeld eines LKW-Fahrers aus dem LKW festlegen soll, welches er ohne Spiegel oder Kameras sehen kann.  Dadurch würde die  Sicherheit von Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern erhöht werden.

Die soeben vereinbarte Designänderung wird dazu beitragen, dass „ziegelsteinförmige”  Fahrerkabinen der Vergangenheit angehören werden. Im Gegensatz zu PKW gibt es jedoch noch keine Festlegung des minimalen Sichtfeldes, dass LKW-Fahrer überblicken müssen. Die Europaabgeordneten sollten das jetzt durchziehen.  Ein Direct Vision Standard wäre ein weiterer Schritt, um Europas Straßen für alle sicherer zu machen, sagte James Nix abschliessend.

Foto: Flickr/Andrew Ross/CC BY 2.0

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