Derzeit fehlen in Deutschland 45.000 Lastwagenfahrer. Die Situation wird sich verschärfen, weil zwei Drittel der vorhandenen Fahrer älter als 45 sind. Wenige Junge rücken aber nach, warnt der Speditions- und Logistikverband Hessen/Rheinland-Pfalz.

Es ist extrem schwierig geworden, Lkw-Fahrer zu finden. Und schon jetzt wirkt sich das auf die Lieferketten aus, berichtet Trierischer Volksfreund. „Die Lücke, die entstanden ist, werde auch durch höhere Löhne oder mit mehr osteuropäischen Transportunternehmen nicht zu decken sein“, glaubt der Speditions- und Logistikverband Hessen/Rheinland-Pfalz.

Früher haben Tausende junge Menschen ihren Lkw-Führerschein bei der Bundeswehr gemacht. Diese Quelle sei mit dem Wegfall der Wehrpflicht versiegt. Zudem sind die Anforderungen gestiegen, so die Industrie- und Handelskammer (IHK).

Viele können sich die Ausbildung nicht leisten

„Man zahlt 5000 bis 6000 Euro, bis man gewerblich fahren darf. Das sei für viele bei einem späteren Bruttoverdienst von 2300 bis 2700 Euro unerschwinglich“, sagt Thomas Mutsch, Geschäftsführer der Bitburger MTB Logistik GmbH.

Laut Speditions- und Logistikverband Hessen/Rheinland-Pfalz, reagiert der Markt bereits, indem Löhne und Transportkosten anziehen. „Gelingt es nicht, Nachwuchskräfte zu mobilisieren, drohen Lieferengpässe, sagt Verbandspräsident Mathias Krage.

Der Beratungsfirma Compensation Partner zufolge, die deutsche Lohndaten analysiert, gehört der Fahrerberuf mit durchschnittlich 28.703 Euro im Jahr zu den 20 am schlechtesten bezahlten in Deutschland.

Quelle: Trierischer Volksfreund

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