Französische LKW-Fahrer kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen. Die Streikaktion hat bereits begonnen

Die jüngsten Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften der LKW-Fahrer und den Arbeitgeberverbänden in Frankreich endeten erfolglos. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Januar geplant, der Streik wird aber trotzdem fortgesetzt.

Französische LKW-Fahrer kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen. Die Streikaktion hat bereits begonnen
Foto: Pixabay/Annabel_P

Seit den frühen Morgenstuden verteilen heute rund hundert LKW-Fahrer in der Nähe vom LESQUIN-Logistikzentrum Flyer und blockieren den Verkehr in Richtung A1 und A23, berichtet der belgische Branchenverband Febetra. Eine ähnliche Aktion findet auch in Dünkirchen statt. Dort hat sich auf der RN225 Stau gebildet. Ebenfalls in Outreau streiken heute LKW-Fahrer.

Die zweite Gesprächsrunde zwischen Vertretern der wichtigsten französischen Gewerkschaften und den Arbeitgebern hat zu nichts geführt.

Die Gewerkschaften CFDT Route und CFCT hatten sich mit den Branchenverbänden FNTR und OTRE getroffen. Die Arbeitgebervertreter schlagen je nach Kategorie Lohnerhöhungen in Höhe von bis zu 4,2 Prozent vor, während OTRE bereit ist die Gehälter auf bis zu 5 Prozent anzuheben.

Die Erhöhungen für einige Kategorien (je nach Qualifikationen und Dienstalter) sind jedoch weit von den Forderungen der Gewerkschaften entfernt, die nach einer ” angemessenen Anerkennung für Arbeitnehmer in der Branche” verlangen.

Die nächste Verhandlungsrunde wurde auf den 5. Januar verschoben.

Unsere Organisationen werden ihre beruflichen Aktivitäten normal ausführen und parallel dazu die Streikaktion fortsetzen ! Müssen wir den Wirtschaftssektor, der von der fünften Corona-Welle stark betroffen ist, tatsächlich lahmlegen,  um endlich die Aufmerksamkeit der Chefetagen der Transportbranche auf uns zu lenken, oder soll der Beruf des LKW-Fahrers aussterben? – fragen die Gewerkschaften.

Trotz der geplanten Gespräche hält die Gewerkschaft FO-UNCP an ihren Plänen, eine Streikaktion im Zeitraum vom 13. bis zum  17. Dezember 2021 zu organisieren,  fest.

Auch die Gewerkschaften Sud-Solidaires, die an den Verhandlungen nicht beteiligt sind, rufen zu einer Aktion auf und haben einen langsamen Marsch der LKW und Straßenblokaden im Zeitraum vom 12. Dezember, 22 Uhr bis 17. Dezember, 23 Uhr 59 angekündigt.

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