Die Mitglieder der Europäischen Transportmitarbeiter – Föderation warnen davor, dass die im Mobilitätspaket enthaltenen Arbeitszeitbestimmungen die Löhne der Fahrer senken werden. Gewerkschafter glauben auch, dass die Regulierungsvorschläge die Sicherheit von Lkw-Fahrern im Verkehr gefährden könnten.

Belgische Mitglieder der Europäischen Transportmitarbeiter – Föderation, des ACV Transcom oraz BTB-ABVV ( belgische Gewerkschaften aus der Transport- und Logistikbranche) haben ihre Unzufriedenheit in Hinsicht auf die von Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Transport vorgeschlagenen Regelungen der Arbeits- und Ruhezeiten für Lkw- Fahrer geäußert- berichtet das belgische Portal transportmedia.

Bulc hat weitere Änderungen im Mobilitätspaket vorgeschlagen, die laut Gewerkschaftern aus Westeuropa es den Firmen einfacher machen würden, Zeitarbeiter oder Leiharbeiter einzustellen, die für die vierte Arbeitswoche nicht entlohnt werden würden.

Regelmäßiger Verstoß gegen die Arbeits- und Ruhezeiten zeigt, dass strengere und nicht flexiblere EU-Vorschriften nötig sind. Längere Arbeitszeiten und im Lkw verbrachte Wochenenden gefährden die Sicherheit von Lkw -Fahrern, Passagieren und im Verkehr – sagte Roberto Parrillo, Vorsitzender des ETF, wahrend der Konferenz über die Entsendung von Mitarbeitern.

Vorschläge für die Arbeitszeit von Fahrern

In Bezug auf diese und andere Bestimmungen des Mobilitätspaketes muss eine Einigung zwischen der Kommission, dem Parlament und dem Europäischen Rat bestehen. Unterdessen befürchten die Gewerkschaften, dass die Europäische Kommission am 5. Juli versuchen wird, eine Ausnahmeregelung einzuführen, um den normalen Entscheidungsprozess zu umgehen, was die Abstimmung über das Mobilitätspaket beschleunigen würde. Eine solche Option ist inakzeptabel für die westeuropäischen Staaten. Diese hoffen sehr darauf, dass die Minister von der Alliance Routier oder EU- Abgeordnete dies nicht zulassen werden.

Es scheint, dass alle über das Mobilitätspaket noch vor dem Oktober abstimmen möchten, um gleich danach die Wahlkmapagne zu beginnen.Diese Regelungungen würden die positiven Effekte des Urteils des Gerichtshofes der Europäischen Union vom 20. Dezember zunichte machen, das explizit besagt, dass eine 45-stündige Ruhepause in der Kabine verboten ist – fügte Parrillo hinzu.

Bildquelle:Twitter/@ETF_Road

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