Damit geht es nicht nur um Tempo. Weil deutlich weniger manuelle Staplerfahrten an der Rampe nötig sind, verändert sich auch die Organisation der Ladezone und der Warenfluss vom Kommissionieren bis zur Verladung.
Automatisierung statt Palettenroutine an der Rampe
Autoload (Automated Truck Loader System) ist seit Anfang 2026 live und übernimmt das automatisierte Be- und Entladen von Trailern. Im Unterschied zu klassischen Abläufen, bei denen jede Palette einzeln ins Fahrzeug gebracht wird, arbeitet das System als kontinuierlicher Prozess.
Nach Angaben von GXO dauert ein kompletter Lade- und Entladezyklus etwa zwei Minuten. Durch die geringere Zahl an Flurförderzeugen im Rampenbereich verweist das Unternehmen zudem auf mehr Sicherheit und stabilere Abläufe.
Die Lösung ist skalierbar ausgelegt und lässt sich mit bestehender Lagerautomatisierung verbinden. Dadurch kann Autoload in unterschiedlichen Betriebsumgebungen integriert werden.
Welche Auswirkungen das im Lageralltag hat
Die Einführung wirkt sich auf die gesamte Kette der Lagerprozesse aus – von der Kommissionierung bis zur Verladung.
Nahezu 50 Prozent unseres Umsatzes in Zentraleuropa stammen aus automatisierten Prozessen“, sagt Jean-Luc Bessade, Managing Director von GXO für Zentraleuropa.
Auch Grupa Żywiec betont, dass die Abläufe klarer strukturiert werden und die Arbeitssicherheit steigt.
Durch den Einsatz der fortschrittlichen Technologien von GXO können wir Effizienz, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung weiter verbessern“, sagt Michał Kalinowski, Contract Logistics Manager bei Grupa Żywiec.
Mehr Durchsatz, weniger manuelle Handgriffe
Weil im Ladebereich weniger manuelle Tätigkeiten anfallen, soll sich der Umschlag erhöhen, ohne die vorhandene Infrastruktur ausbauen zu müssen. Praktisch bedeutet das: Innerhalb derselben Lagerfläche können mehr Transporte abgewickelt werden.
GXO zufolge senkt die hohe Präzision des Systems das Fehlerrisiko und unterstützt gleichbleibende, wiederholbare Prozesse – ein wichtiger Punkt in Produktions- und Distributionsumgebungen.
Ein weiterer Baustein in der Zusammenarbeit von GXO und Grupa Żywiec
Autoload ist der jüngste Schritt in der Partnerschaft von GXO und Grupa Żywiec, die seit fast sieben Jahren besteht. In dieser Zeit wurden bereits mehrere Automatisierungslösungen eingeführt, darunter AMR-Mobilroboter, Scanner sowie integrierte Warehouse-Management-Systeme.
Laut GXO umfassten frühere Projekte außerdem Optimierungen bei der Retourenabwicklung und beim Verpackungsmanagement, was unter anderem den Materialeinsatz reduzierte.
Polen als Erprobungsfeld für Lagerautomatisierung
Die Implementierung in Elbląg passt in den breiteren Trend, Kontraktlogistik in Europa stärker zu Kontrollen zu automatisieren. Polen entwickelt sich dabei zunehmend zu einem Markt, in dem solche Lösungen getestet und umgesetzt werden – auch mit Blick auf mögliche Roll-outs in weiteren Ländern. Als erste Installation dieser Art in Europa gilt das System in Elbląg als eines der bedeutenderen Vorhaben, die die Automatisierung des Verladeprozesses in der Region vorantreiben sollen.









