Der Anteil der leer gefahrenen Kilometer ist seit dem Jahr 2010 von 31 auf 34 Prozent gestiegen , die Anzahl der Leerfahrten von 16,9 auf 24,3 Millionen im Vorjahr. Dies hat eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Eurostat-Daten ergeben.

Der Anteil der LKW-Leerfahrten in Österreich hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen.Während im Jahr 2010 noch 40 Prozent der LKW leer fuhren, waren es im Vorjahr bereits 45 Prozent. Insgesamt hat die Zahl der Leerfahrten um mehr als sieben Millionen auf 24,3 Millionen zugenommen. 26 Millionen Kilometer legten LKW im Vorjahr in Österreich ohne Ladung zurück, berichtet der Verkehrsclub Österreich. Um diesen Trend anzuhalten fordert der VCÖ die schnelle Abschaffung der Steuerbegünstigung von Diesel, die Ausweitung der LKW-Maut in Österreich und eine Mindestmaut auf EU-Ebene.

Dass es Leerfahrten gibt, ist klar und nicht zu verhindern. Sehr wohl aber kann der Anteil der Leerfahrten durch Logistikmaßnahmen und Anreizen zur verstärkten Kooperation zwischen Unternehmen, reduziert werden. Damit das passiert, müssen die Rahmenbedingungen angepasst werden, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

In der Schweiz hingegen ist der Leerfahrten-Anteil mit 36 Prozent um ein Fünftel niedriger als in Österreich. Dortzulande ist das gesamte Straßennetz bemautet, in Österreich nur die Autobahnen und Schnellstraßen.  Auch wird in Österreich im Unterschied zur Schweiz Diesel, der Treibstoff der LKW, steuerlich begünstigt. Die niedrigen Spritpreise in Österreich führen zudem zu Umweg-Transit: Im September waren mit 214.800 sogar um 1.300 Schwerfahrzeuge mehr über den Brenner unterwegs als im September des Vorjahres. Der VCÖ fordert ebenfalls  eine Mindestmaut für LKW auf EU-Ebene. Dabei sollten nach Schweizer Vorbild auch die vom LKW-Verkehr verursachten externen Kosten, wie beispielsweise die durch Lärm und Abgase verursachten Gesundheits- und Umweltschäden, berücksichtigt werden.

Foto: Bartosz Wawryszuk

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