Lang-LKW könnten die Dekarbonisierung des Transportsektors beschleunigen

Lang-LKW könnten die Dekarbonisierung des Transportsektors beschleunigen

Der Einsatz von Lang-LKW könnte den CO2-Ausstoß bis 2050 um mehr als 13 Milliarden Tonnen senken.

Würde man weltweit 30 Prozent von LKW, die im Regional- und Fernverkehr unterwegs sind,  durch Lang -LKW ersetzen, könnte man den CO2-Ausstoß sofort um etwa 237 Millionen Tonnen pro Jahr und bis 2050 um bis zu 13,5 Milliarden Tonnen senken. Das haben jüngste Berechnungen der IRU ergeben.

Ebenfalls der Branchenverband ACEA plädiert seit einiger Zeit  für den vermehrten Einsatz von längeren LKW in der EU. ACEA weist darauf hin, dass die strengen CO2-Grenzwerte Hersteller vor eine enorme Herausforderung stellen und will deshalb, dass in allen EU-Ländern sogar 32-Meter-Lang-LKW zugelassen werden.

Der Verband beruft sich dabei auf  positive Erfahrungen mitunter solcher Länder wie Spanien, Portugal oder  Schweden.

Zwei Lang- LKW -Fahrten  ersetzen drei Fahrten mit herkömmlichen LKW

Auch in Deutschland werden Lang-LKW immer beliebter.Seit dem 1. Januar 2017 können Lang-LKW im streckenbezogenen Dauerbetrieb auf Basis des bestehenden Positivnetzes fahren. Die Bundesländer prüfen dazu kontinuierlich Streckenwünsche interessierter Unternehmen auf Eignung und melden diese an den Bund. Das Streckennetz wird auf dieser Grundlage vom BMVI aktualisiert. Dies erfolgt im Rahmen einer Änderungsverordnung.

Bis Ende 2016 war der Einsatz von Lang-LKW in einem fünfjährigen Feldversuch getestet worden. Da sich das Pilotprojekt als erfolgreich, hatte das BMVI  zum 31.12.2016 die überwiegende Zahl der Lang-LKW in den streckenbezogenen Dauerbetrieb überführt. Die Ergebnisse des des Feldversuchs wurden anschließend in Form eines Bericht durch die Bundesanstalt für Straßenwesen zusammengetragen. Demnach hat sich ergeben, dass:

  • Zwei Lang-LKW-Fahrten drei Fahrten mit herkömmlichen LKW ersetzen,
  • Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse zwischen 15  Prozent und 25 Prozent liegen.
  • kein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur vorweisbar ist,
  • keine Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße festgestellt wurden.

Foto: Flickr/Marco Verch 

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