Gestern hat der LogiMAT-Messeveranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH München in einer Pressemeldung mitgeteilt, dass die 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement nicht stattfinden wird. Der Grund dafür ist eine behördliche Anordnung.

Trotz der Coronavirus-Problematik ist der LogiMAT-Messeveranstalter EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH, München, zusammen mit der Landesmesse Stuttgart und den zuständigen örtlichen Behörden bislang von der Durchführbarkeit der LogiMAT – 18. Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement in Stuttgart ausgegangen. Das Gesundheitsamt Esslingen sah keine erhöhte Gefährdung für Aussteller und Besucher.

Inzwischen spitzt sich das Ansteckungsrisiko jedoch wegen verstärkter und beschleunigter Verbreitung des Coronavirus in Deutschland zu, insbesondere auch in der Region Stuttgart. Das zuständige Ordnungsamt Leinfelden-Echterdingen hat auf dringende Empfehlung des zuständigen Gesundheitsamtes des Landkreises Esslingen heute um 17:17 Uhr dem Messeveranstalter die Absage der LogiMAT 2020 angeordnet.

Dies ist bitter, da die LogiMAT Stuttgart für die weltweite Intralogistikbranche von herausragender Bedeutung ist. Die Absage der LogiMAT 2020 aufgrund äußerer, unvorhersehbarer Umstände ist ein Novum in ihrer 18-jährigen Geschichte. Wir haben unter großen Anstrengungen mit der Landesmesse Stuttgart keinen geeigneten Termin für eine spätere Durchführung im Jahr 2020 finden können und haben uns deshalb schweren Herzens für die Absage der LogiMAT 2020 entschieden, begründet Christoph Huss, geschäftsführender Gesellschafter der EUROEXPO, die Absage.

Die nächste LogiMAT wird vom 9. bis 11. März 2021 in Stuttgart stattfinden.

HANNOVER MESSE wird auf Juli verschoben

Die Veranstalter der Die HANNOVER MESSE 2020 haben hingegen die Entscheidung getroffen, diese auf die Woche vom 13. bis 17. Juli zu verschieben. Die Deutsche Messe AG reagiert damit auf die weltweiten Entwicklungen rund um Covid-19 (Coronavirus).

Die Entscheidung für die Terminverschiebung in den Juli 2020 erfolgte in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Region Hannover, dem Ausstellerbeitrat der HANNOVER MESSE sowie den Partnerverbänden VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie).

Das Gesundheitsamt der Region Hannover hatte der Deutschen Messe AG dringend empfohlen, die Hinweise des Robert-Koch-Instituts zu beachten. Diese beinhalten umfassende Maßnahmen zur Gesundheitssicherung bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen. Dazu gehören Fiebermessstationen an allen Eingängen, sowie die Umsetzung der Maßnahme, keine Teilnehmer aus Risikogebieten zuzulassen und Teilnehmern, die Kontakt zu Personen aus Risikogebieten hatten, den Zutritt zu den Veranstaltungen zu verweigern. Dies hätte eine umfangreiche Überprüfung aller Messeteilnehmer zur Folge – von Aussteller über Besucher bis hin zu Dienstleistern, Standbauern und Catering-Firmen.

Da die genannten Maßnahmen für die Deutschen Messe nicht realisierbar gewesen wären, wurde in Abstimmung mit den Ausstellerbeiräten der HANNOVER MESSE entschieden, auf den Juli-Termin auszuweichen.

Mit dem Termin im Juli bieten wir unseren Ausstellern den frühestmöglichen Zeitpunkt, um ihre Innovationen einem Weltpublikum zu präsentieren und Geschäfte anzubahnen. Angesichts der weltwirtschaftlichen Herausforderungen, die durch das Coronavirus im ersten Halbjahr ausgelöst wurden, bietet der neue Termin erhebliche Chancen. Denn so kann die weltweit wichtigste Industriemesse bereits im Juli frühzeitig wichtige Impulse für die globale Konjunktur setzen. Damit ist und bleibt die HANNOVER MESSE die Galionsfigur der deutschen Industrie, sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG.

Foto: Wikimedia

Kommentare

comments0 Kommentare
thumbnail
Um Benachrichtigungen über Kommentare freizuschalten - gehen Sie zu Ihrem Profil